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Malawi

In Malawi unterstützen wir rund 82.890 Kinder und Jugendliche in 12 Projekten. Wir sind seit 1998 in dem südostafrikanischen Land aktiv. Unsere Projekte sind über das ganze Land verteilt und werden von 9 einheimischen Partnerorganisationen umgesetzt.

Malawi

Aids verschärft die Armut

Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung gilt als arm. Vor allem aus der mittleren Generation, die für das Einkommen der Familie sorgt, sterben viele Menschen an den Folgen von Aids. Zahlreiche Waisenkinder landen auf der Straße, jedes vierte Kind muss arbeiten. Mehr als eine Million Menschen lebt mit HIV – das ist weltweit Platz 10.

Unsere Projekte setzen da an, wo die Probleme am dringendsten sind: HIV/Aids-Aufklärungsprogramme sollen die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit stoppen, Bildungsprogramme helfen Kindern, die Schule abzuschließen und verbessern ihre Ausbildungschancen, Selbsthilfegruppen geben Familien und Dorfgemeinschaften die Chance, sich selbst aus der Armut zu befreien. Besonderes Augenmerk legen wir auf (Aids-)Waisen und Straßenkinder.

Die Herausforderungen

Eine Frau hackt Furchen in einen staubtrockenen Acker. (Quelle: Jakob Studnar)
Die Armut trifft besonders die Menschen in den Dörfern.

Mehr als die Hälfte der Malawier gelten als arm. Die Armut trifft vor allem die Landbewohner. 90 Prozent der Bevölkerung leben von dem, was sie auf eigenen Feldern anbauen, oder von ihrem mageren Verdienst auf Farmen und Plantagen. Dürreperioden verringern die ohnehin schon geringen Ernten, jedes siebte Kind ist unterernährt. Auch die hohe HIV-Rate beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung, da hauptsächlich die arbeitende Bevölkerung davon betroffen ist. Malawi ist in hohem Umfang auf ausländische Entwicklungshilfe angewiesen.

Es gibt lediglich ein wichtiges Exportgut: Tabak. Dürreperioden und Preisschwankungen auf dem Weltmarkt verschärfen die wirtschaftliche Lage.

Die Bekämpfung von Armut und Unterentwicklung sind grundlegende innenpolitische Ziele. Dabei spielen die Sicherung der Ernährung, Gesundheitsversorgung und die Verbesserung des Bildungsniveaus sowie die Liberalisierung der Wirtschaft wichtige Rollen.

1994/95 hat die Regierung die Grundschulgebühren abgeschafft. Die Schülerzahlen sind seitdem stark angestiegen, doch volle Klassenräume, fehlende neue Schulen und Lehrermangel haben das Bildungsniveau drastisch gesenkt. Weiterführende Schulen gibt es kaum, sie sind von ländlichen Gebieten aus nur schwer erreichbar, und die hohen Kosten für Schulgebühren, Unterkunft und Verpflegung können sich viele Familien nicht leisten.

  • Unser Einsatz im Land

    Mit unseren Projekten und Programme in Malawi möchten wir erreichen, dass

    • Waisenkinder und andere Kinder aus schwierigen und wirtschaftlich sehr schwachen Lebenssituationen bereits von klein auf gute Bildungsmöglichkeiten erhalten,
    • die Ausbreitung von HIV gestoppt wird,
    • Frauen sich zu Selbsthilfegruppen zusammenschließen und dort so geschult werden, dass sie die wirtschaftliche und gesundheitliche Situation ihrer Familien verbessern können,
    • Kinder vor Missbrauch geschützt werden – dazu fördern wir Maßnahmen zur Prävention, Rehabilitation und Verfolgung von Missbrauch und motivieren unsere Partner, sich auch auf politischer Ebene für den Kindesschutz einzusetzen,
    • dass Kinder in allen Lebensbereichen zu ihrem Recht kommen; dabei legen wir besonderes Augenmerk darauf, dass ihr Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung an allen Entscheidungen, sie sie betreffen, umgesetzt wird.

    Daten zu Malawi

    • 17,4 Mio. Menschen leben in Malawi
    • 47 % aller Malawier sind jünger als 15 Jahre
    • 60 Jahre werden Malawier im Durchschnitt alt
    • 62 % gelten als arm*
    • 1,3 Mio. Kinder sind Waisen, davon 0,8 Mio. durch HIV/Aids*
    • Fast 1 Mio. Kinder zwischen 5 und 14 Jahren müssen arbeiten (26 %)

    Quellen: World Factbook, *Vereinte Nationen

  • Unsere Partner in Malawi

    Wir arbeiten auch in Malawi mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

     

Unsere Projekte in Malawi
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