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Philippinen

In den Philippinen unterstützen wir rund 35.510 Kinder in 26 Projekten. Wir sind seit 1977 vor Ort aktiv und unterstützen mit unseren 20 einheimischen Partnerorganisationen benachteiligte Kinder, die unter Gewalt leiden, auf der Straße leben oder Opfer von Kinderhandel und sexueller Ausbeutung wurden.

Philippinen

Schutz vor Gewalt und Missbrauch

Auf den Philippinen ist der Unterschied zwischen Arm und Reich groß – viele Menschen leben in Armut. Neben Städten erstrecken sich riesige Slums. Taifune, Vulkanausbrüche, Erdbeben und Überschwemmungen zerstören immer wieder ganze Landstriche. Kinder werden häufig Opfer von häuslicher Gewalt und Missbrauch. Etwa 1,5 Millionen Mädchen und Jungen leben auf der Straße.

Wir unterstützen Kinder z.B. durch schulische Förderung und durch Programme für Straßenkinder. Mit unserer Arbeit fördern wir aber auch die Gemeinschaft; so lernen Familien beispielsweise, wie sie ihr Einkommen steigern können.

Die Herausforderungen

Fast ein Drittel der Philippiner gilt als arm. Diejenigen, die überhaupt einen Job haben, arbeiten meist in der Landwirtschaft, als Fischer oder im Reis- und Zuckerrohranbau. Weil vielen Familien das Geld fehlt, müssen die Kinder schon früh zum Lebensunterhalt beitragen – meist schuften sie unter ausbeuterischen Bedingungen. Im schlimmsten Fall werden sowohl Mädchen als auch Jungen Opfer sexueller Ausbeutung oder geraten in die Fänge von Menschenhändlern.

Neben arbeitenden Kindern gibt es in den Philippinen viele Straßenkinder: Sie kämpfen um ihr Überleben – häufig müssen sie stehlen, betteln oder sich prostituieren und geraten oft mit dem Gesetz in Konflikt. Straßenkinder gehören zu den am meisten benachteiligten Gruppen der philippinischen Gesellschaft und sind auch gesundheitlich besonders gefährdet.

Es fehlt vor allem an sozialen Absicherungen und Gesundheitsvorsorge. Anspruch darauf haben nur Philippiner mit Geburtsurkunde – das macht es vor allem Kindern umso schwerer: Fast zwei Millionen Mädchen und Jungen besitzen keine Geburtsurkunde und sind so abgeschnitten von ärztlicher Versorgung, Bildung und vor allem Schutz vor Verschleppung.

Drei Mädchen sitzen auf der Straße auf den Philippinen. (Quelle: Jakob Studnar)
Viele Kinder leben auf der Straße. Wir geben ihnen Schutz und eine Zukunft.

Besonders gefährdet ist die indigene Bevölkerung In den südlichen Provinzen der Philippinen: Eine schwache Infrastruktur und bewaffnete Konflikte zwischen Regierungstruppen und Rebellen verstärken die Probleme. Hier versuchen unsere Partner die Lebensbedingungen durch die Entwicklung des Gemeinwesens und durch Selbsthilfegruppen für Frauen zu verbessern.

  • Unser Einsatz im Land

    Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt vor allem darin, gesellschaftliche Strukturen nachhaltig zu verändern. Wir helfen deshalb nicht nur den Kindern, sondern auch dem Umfeld, zum Beispiel durch Programme zur Steigerung des Familieneinkommens oder durch die Arbeit in Selbsthilfegruppen.

    Wir unterstützen aber auch sexuell missbrauchte Kinder dabei, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. In Rehabilitationsprogrammen können sie ihre Erlebnisse aufarbeiten, und wir helfen den Mädchen und Jungen in den Alltag zurückzufinden. Dabei arbeiten wir immer auch mit den Familien zusammen.

    Durch die Gemeinwesenentwicklung und vor allem die Hilfe bei der Einkommenssteigerung für arme Familien, bekämpfen wir aktiv die ausbeuterische Kinderarbeit in den Projektregionen. Die Familien entkommen der extremen Armut und Kinder können wieder in die Schule gehen. Bildung ist zudem ein wichtiger Teil vieler weiterer Projekte: etwa bei unserer Arbeit für Kinder aus städtischen Slums und für Mädchen und Jungen mit Behinderung. Zudem bieten wir Berufsausbildungsprogramme für Schulabbrecher an.

    Zahlen zu den Philippinen

    • 108 Mio. Menschen leben in den Philippinen
    • 38 % der Philippiner sind unter 15 Jahre alt
    • 20 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 11 % der Kinder müssen Kinderarbeit leisten
    • 96 % aller Phillipinerab 15 Jahren können lesen und schreiben
  • Unsere Partner in den Philippinen

    Wir arbeiten auch in den Philippinen mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

    • Stairway Foundation Inc.
    • Kaibigan Ermita Outreach Foundation
    • Child Protection Network
    • Tribal Leaders Development Foundation (TLDFI)
    • Simon of Cyrene Children’s Rehabilitation and Development Foundation
    • Bakyas Community Development Center
    • Mahardika Institute of Technology (MIT) und andere
Unsere Projekte auf den Philippinen
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