Russland

In Russland fördern wir in sechs Projekten knapp 600 Kinder. Seit 1998 engagieren wir uns vor Ort mit unseren drei Partnern vor allem in der Region um St. Petersburg.

Russland

Im Kampf gegen HIV

Nach wie vor gibt es viel Armut in Russland. Besonders benachteiligt sind Menschen mit Behinderungen sowie Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind. In beiden Fällen handelt es sich um tabuisierte Themen, die mit Angst und Vorurteilen besetzt sind. In Russland fördern wir deshalb vor allem Kinder mit Behinderungen und HIV-positive Kinder, um ihre Situation langfristig zu verbessern.

Die Herausforderungen

In Russland sind besonders Menschen mit Behinderung und HIV-Positive von Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen. In beiden Fällen handelt es sich in Russland um extrem tabuisierte Themen, die mit Angst und Vorurteilen besetzt sind. Menschen mit Behinderung werden dort auch heute oft noch als unproduktiv und nicht bildungsfähig angesehen. Kinder mit Behinderung werden oft schon früh in staatliche Heime abgeschoben und dort „verwahrt".

Ein Mädchen liegt in einem Bett. (Quelle: Stephan Gregorowius)
Besonders Kinder mit Behinderung werden von der russischen Gesellschaft verstoßen.

Durch mangelnde Aufklärung und Gesundheitsvorsorge breitet sich Aids explosionsartig aus: Drei Viertel aller Infizierten haben sich in den vergangenen fünf Jahren angesteckt. Besonders gefährdet sind Prostituierte und Drogenabhängige. Immer mehr Kinder kommen auf die Welt, deren Mütter mit dem HI-Virus infiziert sind und die Krankheit oft schon an ihr Ungeborenes übertragen. Niemand kümmert sich um sie, stattdessen werden die Frauen von den Ärzten abgewiesen und ihre Kinder bekommen keinen Platz in Kindergärten oder Schulen. Dabei ist mit der richtigen Prävention eine Mutter-Kind-Ansteckung in den meisten Fällen vermeidbar.

Auch die hohe Zahl von Straßenkindern ist ein immer größer werdendes Problem. Viele werden zur sexuellen Ausbeutung gezwungen oder geraten in die Fänge des internationalen Menschenhandels.

  • Unser Einsatz im Land

    Der Schwerpunkt unserer Unterstützung liegt bei Projekten und Initiativen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die sozial vernachlässigt sind, aber noch in ihren Familien leben. Wir fördern aber auch Kinder und Familien, die von HIV und Aids betroffen sind und Straßenkinder.

    Um die Lebensbedingungen von Kindern mit Behinderung oder von HIV/Aids-Betroffenen zu verbessern, ist nicht nur die direkte Förderung nötig, sondern wir leisten auch Aufklärungsarbeit: Nur wenn diese Themen nicht mehr tabuisiert werden und sich die gesellschaftlichen Strukturen ändern, können langfristig Erfolge im Kampf gegen HIV und Aids erreicht werden. Lobbyarbeit für einen angemessenen Umgang mit Behinderungen ebnen außerdem den Weg zur gesetzlichen Grundlage von Inklusion.

    Für HIV-positive Mütter und ihre Kinder bieten wir in Projekten aber auch eine Anlaufstelle, damit Familien kranke Mädchen und Jungen nicht einfach verstoßen. In unseren Projekten lernen sie, mit der Krankheit umzugehen und erhalten nötige medizinische Versorgung.

    Zahlen zu Russland

    • 142 Mio. Menschen leben in Russland
    • 16 % der Russen sind unter 15 Jahre alt
    • um 0,02 % schrumpft die Bevölkerung pro Jahr
    • 980.000 Menschen leben mit HIV/Aids
    • 13 % der Bevölkerung gelten als arm
  • Unsere Partner in Russland

    Wir arbeiten auch in Indonesien mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

    • Zentr Innovazii
    • Shag Navstrechu
    • Perspektivy
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Für die Schulausbildung von Kindern mit Behinderung gibt es in Russland wenig Möglichkeiten. Unsere Modellschule in St. Petersburg will das ändern.

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