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Thailand

In Thailand unterstützen wir rund 12.090 Kinder in 14 Projekten. Wir arbeiten vor Ort mit 11 Partnern, die sich vor allem in den Grenzregionen gegen Kinderhandel einsetzen.

Thailand

Einsatz gegen Kinderhandel

In Thailand leiden besonders Minderheiten unter Armut, aber in großem Maße benachteiligt sind auch illegale Migranten Flüchtlinge und ihre Kinder im Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar. Dort werden Kinder auch immer wieder Opfer von Verschleppung. Wir kämpfen gemeinsam mit unseren Partnern aktiv gegen diesen Kinderhandel, setzen uns für HIV-positive Kinder ein und stärken Frauen in Selbsthilfegruppen, um sich aus der Armut zu befreien.

Die Herausforderungen

Obwohl Thailand nicht zu den ärmsten Ländern der Region zählt, gibt es auch hier viele arme Familien. Sie haben von dem wirtschaftlichen Aufschwung im Land nicht profitiert. Von Armut betroffen sind vor allem Kinder und Teile der Bergvölker oder Flüchtlinge im Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar.

Ein Kind formt mit seinen Händen ein Herz. (Quelle: Focus, Nick Nostitz)
Die indigene Bevölkerung ist besonders von Armut betroffen. 

Die Bergvölker Thailands haben teilweise keine Staatsangehörigkeit und dementsprechend auch kein Eigentumsrecht auf Land. Sie haben in der Regel nur sehr eingeschränkten Zugang zu Bildungseinrichtungen, keine Qualifikation, um in den Städten Arbeit zu finden und leiden zusätzlich unter der immer stärkeren Zerstörung der Natur, die ihnen die Lebensgrundlage nimmt.

HIV und Aids breiten sich in Thailand verstärkt aus – eine Folge der allgegenwärtigen Prostitution. Geschätzte 380.000 Kinder sind durch Aids verwaist und hunderte Kinder werden jedes Jahr HIV-positiv geboren.

Als aufstrebendes Schwellenland bricht zudem das traditionelle Familiensystem weg – die fehlenden Strukturen begünstigen den Kinder- und Menschenhandel, der verstärkt zum Problem in Thailand und den umliegenden Ländern wird.

  • Unser Einsatz im Land

    Wir konzentrieren uns in unserer Arbeit auf die Bekämpfung des Kinderhandels, dafür haben wir in den vergangenen Jahren ein starkes Netzwerk von zuverlässigen Partnern aufgebaut. Wir agieren grenzübergreifend bis nach Laos und Myanmar, und erzielen große Erfolge gegen Zwangsprostitution von Kindern und Frauen.

    Gleichzeitig klären wir Familien, aber auch Politiker und andere Entscheidungsträger über Menschen- und Kinderrechte auf, damit sie sich gemeinsam gegen Menschenhandel einsetzen.  Um noch stärkere Erfolge gegen Kinderhandel zu erzielen, klären wir aber auch gezielt Hotels und Taxifahrer über Prostitution und Verschleppung auf.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Kindergruppen: Sie werden über ihre Rechte, aber auch die Gefahren des Kinderhandels aufgeklärt. Sexuell missbrauchte und HIV-positive Jungen und Mädchen erhalten in Projekten eine besondere Förderung u.a. in Therapiezentren, die neben der Gesundheit auch immer die gesamte Entwicklung der Kinder im Blick haben.

    Im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar unterstützen wir Flüchtlinge dabei, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Flüchtlingskindern ermöglichen wir unter anderem zur Schule zu gehen.

    Seit 2013 gibt es in Thailand Selbsthilfegruppen. Sie werden in einkommenssteigernden Maßnahmen geschult, damit sie ihre Familien aus eigener Kraft versorgen können.

    Zahlen zu Thailand

    • 18 % der Thailänder sind unter 15 Jahre alt
    • 9 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 90 % der Kinder besuchen eine Grundschule
    • 8 % der Kinder müssen Kinderarbeit leisten
    • 13 % der Einwohner gelten als arm
  • Kinderhandel in Thailand

    In Thailand und den umliegenden Ländern wie Myanmar und Laos wird der grenzübergreifende Kinderhandel zu einem immer größeren Problem, dass wir mit unseren Partner aktiv bekämpfen.

    Insbesondere die Kinder der Bergvölker leiden unter diesen Verhältnissen. Durch sexuellen Missbrauch, Zwangsprostitution, Kinderarbeit und illegalen Menschenhandel werden Mädchen und Jungen der unterschiedlichen Völker wie zum Beispiel der Akha, Lahu, Karen oder Hmong vielfach ausgebeutet und missbraucht. In den Grenzgebieten werden viele der Kinder außerdem als Kindersoldaten eingesetzt, missbraucht und häufig verschleppt. Weil die Armut in vielen Familien groß ist, werden Kinder oft sogar für wenig Geld an Händler verkauft.

    Der Kinderhandel findet dabei nicht nur innerhalb Thailands statt, sondern auch im sogenannten Goldenen Dreieck zwischen Laos, Myanmar und China. Die Netzwerke der thailändischen Menschenhändler-Ringe reichen bis in die westlichen Industriestaaten – Verbrechen dieser Art stellen nach wie vor ein lukratives Geschäft dar, die Strafverfolgung ist mangelhaft.

    Mit unseren Projekten setzen wir uns aktiv gegen den Kinderhandel und Zwangsprostitution ein: Kinder werden registriert, die Familien über Menschenhändler aufgeklärt und eine wirtschaftliche Grundlage geschaffen, um Kinder vor dem Verkauf zu schützen.

  • Unsere Partner in Thailand

    Wir arbeiten auch in Thailand mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

    • Thai Committee for Refugees (TCR)
    • Alliance Anti Traffic (AAT)
    • Women’s Education for Advancement and Empowerment (WEAVE)
    • Rainbow Sky Association of Thailand (RSAT)
    • TLBC – Thailand Lahu Baptist Convention
    • The Redemptorists (Sarnelli House)
    • Development and Education Programme for Daughters and Communities Centre (DEPDC)

       

     

Unsere Projekte in Thailand
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Mehr als 450.000 Menschen fliehen aus Angst vor Sklaverei, Verfolgung und Folter durch die Handlanger der Militärjunta aus ihrem Heimatland Myanmar. Rund ein Drittel der Flüchtlinge leben in Lagern in Thailand. Wir helfen Ihnen.

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