Mädchen auf den Philippinen. (Quelle: Pascal Amos Rest)

Wenn selbst die Gedanken nicht mehr
frei sein können...

Thailand: Der illegale Grenzübergang von Laos nach Thailand endet für viele Mädchen und junge Frauen in der Zwangsprostitution. Auf der anderen Seite der Grenze wartet nicht, wie erhofft, eine Zukunft ohne Hunger und Armut, sondern das brutale Geschäft des Menschenhandels. Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit vor Ort mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft.

Der Traum wird zum Albtraum

Grüner Papaya-Salat. Und anschließend Larb mit mariniertem Fleisch, viel Chili, Zitronengras und Koriander. So, wie es ihre Oma an Feiertagen immer zubereitet hat. Ying (Name geändert) versucht sich krampfhaft an den herrlich frischen Duft der Gewürze zu erinnern. Doch es will ihr nicht gelingen. Als der Mann endlich von ihr lässt, wird ihr Versuch der Erinnerung an glückliche Tage ihres jungen Lebens überdeckt von dem Geruch nach altem Schweiß, Schnupftabak und Urin. Ying fragt sich, ob der Ekel irgendwann aufhört. So viele Freier hatte sie schon bedienen müssen und dennoch verweigerte jede einzelne Pore ihres Körpers stets aufs Neue diese Tätigkeit, zu der sie schon viel zu lange gezwungen wird. Ying ist 13 Jahre alt. Sie arbeitet in einem schäbigen Bordell, das dilettantisch als Karaoke-Bar getarnt ist. Drei Freier musste sie heute bereits bedienen. Und der Abend ist noch jung.

Dabei hatte Ying von einem Leben fernab der Armut geträumt. Sie wollte das bitterarme Laos verlassen und für ihre Familie Geld verdienen. Der Mann, der vor einigen Monaten in ihr Dorf kam, versprach ihr eine gut bezahlte Ausbildung in Thailand. Doch der Mann gehörte zu einem Menschenhändler-Ring und kurz nach der Grenze nahm er Ying ihren Pass ab und zwang sie fortan zur Prostitution.

So wie Ying ergeht es erschreckend vielen Mädchen und jungen Frauen in Laos, die bedingt durch die wirtschaftlich ungleiche Lage und die kulturelle Nähe nach Thailand auswandern. Der illegale Grenzübergang ist jedoch gefährlich und viele Mädchen werden Opfer von Menschenhändler-Kartellen, die auf Grund der durchlässigen Grenzen, vor allem aber auf Grund von Korruption ungehindert arbeiten können und nur selten dafür bestraft werden. Bestechung und politische Verbindungen verhindern die Strafverfolgung der Täter.

Allianz gegen den Menschenhandel

Gemeinsam mit der Organisation „Alliance Anti Traffic" (AAT), die sich seit vielen Jahren langfristig für Kinder und junge Frauen einsetzt, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, nimmt die Kindernothilfe den Kampf gegen diese Verbrechen und die Straflosigkeit der Verbrecher an. Diese Arbeit ist extrem gefährlich, denn in Thailand ist der Menschenhandel eine eigene Industrie, die jährlich Milliarden umsetzt. Schmiergeld, Bestechung, Kungelei – oft sind Polizei und Justiz in die kriminellen Machenschaften des Menschenhandels verstrickt. Hier ist äußerste Vorsicht geboten und die Arbeit mit Behörden und Justiz muss sehr gut bedacht werden.

Damit diese Verbrechen nicht ungestraft bleiben, unterstützt AAT die Mädchen gerichtlich und arbeitet mit den Behörden bei der Aufklärung der Fälle zusammen. Ein Netzwerk an Menschenrechtsorganisationen sorgt dafür, dass die Opfer medizinische Versorgung und die nötige Hilfe für ihre Rückkehr in die Heimat erhalten. Dort werden sie dann von Partnerorganisationen weiter betreut.

Schluss mit der Straflosigkeit!

Vorbereitung auf den Prozess (Quelle: Kindernothilfepartner)
Vorbereitung auf den Prozess.

Mit dem jüngsten Projekt hat sich die Kindernothilfe jetzt zusammen mit AAT zum Ziel gesetzt, Menschenhändlern endlich ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen und sie vor Gericht zu bringen. Damit wird ein klares Signal gesendet: Verurteilung statt Straflosigkeit! Das heißt konkret: Ein Anwalt sammelt Zeugen und Beweismaterial für Prozesse und berät missbrauchte Mädchen bei der Vorbereitung auf ihre Aussage.

Informationen werden anderen Organisationen zur Verfügung gestellt, ein Handbuch klärt – auch präventiv – Mädchen und ihre Familien über Menschenhandel auf. Nach dem Prozess werden die Mädchen bei ihrer Rückkehr in die Heimat begleitet. Ein Ausbildungszentrum fängt sie dort auf und bietet alternative Verdienstmöglichkeiten.

Mit Ihrer Spende helfen Sie Mädchen wie Ying aus der Gewalt von Menschenhändlern zu entkommen und damit der Zwangsprostitution zu entfliehen.

Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit vor Ort mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 30342

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