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Zwei brasilianische Jungen mit Fußball. (Quelle: Jürgen Schübelin)

Über den Sport zu Aufklärung und Bildung: Sport treiben, im Leben siegen!

Brasilien: Spannende Spiele, spektakuläre Torszenen und jubelnde Zuschauer prägen das Bild der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Doch wie sieht die Situation außerhalb der großen, bunten Stadien aus, in den Favelas, den Armenvierteln der Städte? Auch dort kann Sport Menschen glücklich machen und das Leben von Kindern grundlegend verbessern. Wir unterstützen das neue Projekt  unseres lokalen Partners „Promundo“, das in drei Favelas von Rio de Janeiro umgesetzt wird. Sport wird als zentrales Mittel gegen die grassierende Gewalt genutzt. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!

Harte Kindheit in den Armenvierteln

Kinder und Erwachsene planen ein neues Gebäude für die Einrichtung (Quelle: Jürgen Schübelin)
Kinder und Erwachsene planen ein neues Gebäude für die Einrichtung (Quelle: Jürgen Schübelin)

Schläge, Strafen, Drohungen, Demütigungen: All das kennt Marco von klein auf. Die Gewalt kann überall und jederzeit ausbrechen: in der Familie, auf den Straßen der Favela, zwischen den Eltern, gegenüber den Kindern. Schon Marcos Eltern sind so aufgewachsen und haben das Erlebte an ihren Sohn weitergegeben. Seit kurzem hat Marco (13) seine erste Freundin. Wie wird er sie behandeln?

Neun von zehn brasilianischen Jugendlichen gaben in einer Studie an, dass sie in ihrer Beziehung schon Gewalt erlebt haben. Traditionelle Rollenbilder sorgen dafür, dass Männer nach wie vor meist über Sex und Verhütung entscheiden. So kommt es, dass schon Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren Kinder bekommen. Noch häufiger sind junge Mütter zwischen 15 und 19 Jahren. Zu früh aus der eigenen Kindheit hinauskatapultiert, haben viele dieser Mädchen kaum mehr als die Grundschule abgeschlossen.

Keine Bildung, keine Zukunft

Ein Drittel der Jugendlichen bis 16 Jahre in Rio de Janeiro hat nicht einmal 8 Schulklassen. Die frühen Schulabbrecher haben kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz. Und sie haben wenig Zugang zu Informationen, die ihr Leben ändern könnten: Wie halte ich mich gesund? Wie kann ich meine Wünsche anders durchsetzen als mit Gewalt? Wie kann ich etwas aus meinem Leben machen?

So hilft das Projekt vor Ort

„Sport treiben, im Leben siegen!“ So heißt das gut durchdachte Projekt, das 260 Mädchen und Jungen aus den Favelas von Rio eine Perspektive gibt.

Fußball-Training mit Kindern aus einer Favela in Rio (Quelle: Jürgen Schübelin)
Fußball-Training mit Kindern aus einer Favela in Rio (Quelle: Jürgen Schübelin)

Sportkurse: Fußball, Volleyball, Basketball oder der brasilianische Kampftanz Capoeira: In Sportkursen und Turnieren bauen die Teilnehmer Aggressionen ab, üben Fairplay, erleben Gemeinschaft im Team, lernen, ihrem sportlichen Gegner respektvoll gegenüberzutreten. Und zeigen schließlich, nicht nur beim Sport, der Gewalt die Rote Karte! Über die Sportkurse öffnen sich die Jugendlichen dann auch für die anderen Anliegen des Projekts: Aufklärung und Bildung.

Aufklärung: Eine Krankenschwester ist bei Sportverletzungen zur Stelle, klärt die  Mädchen und Jungen aber auch über Ernährung, Hygiene, Körperpflege, Alkohol und Drogen auf. In einem geschützten Rahmen befassen sich die Kinder und Jugendlichen außerdem in Workshops mit Sexualität, Verhütung, Pubertät und Partnerschaft. Mädchen und Jungen hinterfragen Rollenbilder, sprechen über sexuelle Gewalt. Sie erarbeiten sich die Erkenntnis, dass jeder das Recht hat, Nein zu sagen. Auf sich selbst zu achten ist der erste Schritt. Die Wünsche anderer zu achten ist der zweite Schritt. Auch die Eltern werden einbezogen, u.a. mit Fortbildungen zu Erziehungsfragen.

Bildung: Nachhilfeunterricht, Leseförderung und Konzentrationsübungen. Diese Projekt-Bausteine ebnen Wege aus der Armut. Die Kinder spüren ihre Talente, Interessen und Berufsziele auf. All das mehrt ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebenschancen.

Bitte helfen Sie mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 94409

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Ja, ich möchte das Projekt „Brasilien: Aufklärung und Bildung“ unterstützen mit:

genügen, um 4 Familien zu Themen wie gewaltfreie Erziehung fortzubilden.

reichen, um 1 Kind gesundheitlich aufzuklären und bei Sportverletzungen zu versorgen.

sind nötig, um einem Kind 6 Monate lang Sportkurse zu ermöglichen.

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