Suche
Jetzt spenden Pate werden

Ecuador

In Ecuador sind wir seit 1979 aktiv und unterstützen dort rund 4.530 Kinder in 7 Projekten. Die Partnerorganisationen sind vorrangig kirchliche Träger.

Ecuador

Indigene und afro-ecuadorianische Kinder häufig benachteiligt

In Ecuador besteht trotz Bemühungen seitens der Regierung ein soziales Gefälle und weit verbreitete Armut. Bürger indigener oder afro-ecuadorianischer Herkunft werden nach wie vor benachteiligt und diskriminiert. Die Einkommensunterschiede zwischen reicher und armer Bevölkerung sind gravierend. Fast drei Viertel der Ecuadorianer leben von der Landwirtschaft, doch auch hier sind die Besitzverhältnisse sehr ungleich. Trotz kostenfreien Zugangs zum Bildung-, Gesundheits- und Sozialsystem profitieren nicht alle Bedürftigen davon.

Die Herausforderungen

Ecuador ist von einem starken Gefälle zwischen Arm und Reich, Stadt und Land geprägt – 26 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als 2 Dollar pro Tag. Besonders betroffen sind indigene und afro-ecuadorianische Bürger, die auch heute noch stark unter struktureller Diskriminierung leiden.

Ein dunkelhäutiges Mädchen blickt traurig zu Boden. (Quelle: Martin Bucholz)
Afro-ecuadorianische und indigene Kinder werden noch stark benachteiligt.

Ungleichheit gibt es auch beim Zugang zu Bildung, dem Gesundheitssystem und sauberem Trinkwasser: Aufgrund der großen Ungleichheit des Bildungssystems (elitäre, teure Bildung für eine reiche Oberschicht, schlecht ausgestattete öffentliche Schulen für die Mittel- und Unterschicht) sind die Möglichkeiten des Einzelnen, eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bekommen, gering. Viele sind deshalb gezwungen, im informellen Sektor zu arbeiten, was einen Aufstieg erschwert.
Kindern wird ihr Schutz und ihr Recht auf Bildung zwar gesetzlich zugesichert, doch ist es in der Praxis häufig anders.

Wachsen sie in einer armen Umgebung auf, ist ihnen meist auch die Möglichkeit eines Schulbesuchs verwehrt. Außerdem leiden viele Kinder unter physischer und psychischer Gewalt in der Familie und Gemeinde. Die gesundheitliche Situation von Kindern ist sehr schlecht: über 6 Prozent der Kinder unter fünf Jahren leiden an Mangel- und Unterernährung.

  • Unser Einsatz im Land

    In Ecuador liegt der Fokus auf der Stärkung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, besonders Angehörigen der indigenen Landbevölkerung sowie Bewohnern städtischer Randgebiete. Unsere Projekte befähigen sie, ihre Rechte einzufordern und gemeinsam ihre Lebenssituation eigenständig zu verbessern.

    Für Kinder und ihre Familien in den Armenvierteln in der Hafenstadt Guayaquil haben wir mit unseren Partnern ein Gemeindezentrum errichtet, in dem die Kinder aus armen Familien Nachhilfe, gesundes Essen und Freizeitbetreuung am Nachmittag bekommen. Die Partner arbeiten eng mit den Schulen des Viertels zusammen und sorgen dafür, dass die Lehrer an Fortbildungen teilnehmen können. Dadurch verbessert sich der Unterricht erheblich. Die Eltern der Kinder haben die Möglichkeit, Kurse über gesunde Ernährung und Gesundheitsvorsorge zu besuchen. Besonders Mütter können an einem Mikrokredit-Programm teilnehmen, mit dem sie ein Kleinunternehmen gründen können. Die Projektmitarbeiter unterstützen sie dabei und sorgen dafür, dass sowohl Eltern als auch Kinder hoffnungsvoller in die Zukunft blicken können.

    Bauern lernen beispielsweise ökologische Anbaumethoden, gemeinsam renovieren die Bewohner eines Dorfes das Schulgebäude, in Kursen lernen Kinder und Erwachsene etwas über Menschenrechte. Solche Projekte, die die Gesamtheit des Gemeinwesens unterstützen, werden speziell vom Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) bezuschusst.

    Zahlen zu Ecuador

    • 15,7 Mio. Menschen leben in Ecuador
    • 29 % aller Ecuadorianer sind jünger als 15 Jahre
    • 7 % sind 65 Jahre alt oder älter
    • 6 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 8 % der Kinder in Ecuador zwischen 5 und 14 Jahren müssen arbeiten
  • Unsere Partner in Ecuador

Unsere Projekte in Ecuador
Schulbildung und Gesundheit

Schulbildung und Gesundheit

Die Armenviertel der Hafenstadt Guayaquil sind gefährlich. Bessere Schulbildung, Gesundheitsvorsorge und die Unterstützung der Eltern machen den Weg frei für eine bessere Zukunft der Kinder.

Mehr erfahren
Für das Recht auf Glück

Für das Recht auf Glück

Mit der Durchsetzung von Kinderrechten ermöglichen wir den Kindern einen positiven Umgang in der Familie und im öffentlichen Leben - gemeinsam mit Ihnen!

Mehr erfahren