Kindernothilfe e. V.

So helfen andere

Reinbek/Schleswig-Holstein: Hoffnung spenden statt mutlos werden

zoomProjekt des 10. Jahrgangs: Schüler- und Familienunterstützung in Ruanda
Foto: Ralf Krämer

Schülervertreterinnen und -vertreter der Sachsenwaldschule in Reinbek werben seit Beginn des letzten Jahres in den Jahrgangsstufen sechs bis elf für die Übernahme von Projektpartnerschaften bei der Kindernothilfe - ein Projekt mit Modellcharakter!

Über ihre Motivation, ihre Idee und deren Umsetzung schickten Sie uns folgenden Text:

Motivation 
„In der letzten Zeit jagte eine Schreckensmitteilung in den Medien die nächste; der Tsunami bringt Unheil über Südostasien, Erdbeben lassen in Pakistan Zehnzausende obdachlos zurück, Wirbelstürme, Hungersnöte und Bürgerkriege verwüsten unsere Welt.
Die Ungerechtigkeit, die Armut und das Elend unserer Welt schreien nach Hilfe.. Mehr als eine Milliarde Kinder leben in Armut, ihnen fehlen grundlegende Dinge wie sauberes Trinkwasser oder ausreichende Nahrung, medizinische Versorgung, Schulunterricht oder ein Dach über dem Kopf. Jedes zweite Kind in den Entwicklungsländern hat eine Kindheit, die diesen Namen nicht verdient, da 180 Millionen Kinder in Kinderhandel, Sklaverei oder Prostitution arbeiten müssen. Nach Schätzungen soll es weltweit rund 80 Millionen Straßenkinder geben. Die meisten leben in den Großstädten Lateinamerikas, die Jüngsten sind erst fünf Jahre alt."

Idee
„Fakten wie diese lassen uns hilflos zurück, wir wissen nicht, wie wir mit solchen Informationen, ja mit der rauen Realität dieser Welt, umgehen sollen.
Wir, die Schüler der Sachsenwaldschule, suchten nach einem Weg gemeinsam die Not in den Entwicklungsländern etwas zu lindern. Weil wir gern langfristig und so nachhaltig Hilfe entsenden wollten, kam uns die Idee Partnerschaften für Kinder in den Entwicklungsländern zu übernehmen. So bildeten wir auf der letzten SV-Fahrt im Mai diesen Jahres eine Gruppe, die ein Konzept für die Verwirklichung unserer Idee ausarbeitete.
Wir wollten den Schülern unserer Schule die Möglichkeit bieten soziales Engagement zu zeigen und mit jeweils 1 Euro im Monat gemeinsam mit ihrem Jahrgang eine Partnerschaft für ein Projekt der Kindernothilfe zu übernehmen. Damit diese Partnerschaften auch langfristig helfen können und nicht, wenn ein Jahrgang Abitur macht, abbrechen, sollen die Partnerschaften in den jeweiligen Jahrgängen bleiben und dann von dem nachfolgenden Jahrgang weiterübernommen werden. Das würde bedeuten, dass jeder Jahrgang in seiner Schullaufbahn mehrere Projekte und somit auch mehrere Entwicklungsländer näher kennen lernen kann, die im besten Falle auch in den Unterricht eingebunden werden könnten. Damit die Schülerinnen und Schüler auch genaustens darüber informiert sind, wo ihr Geld ankommt und was es bewirkt, werden selbstverständlich alle Informationen über Hintergrund und Entwicklung der Projekte von der Schülervertretung (SV) an die Schüler weitergeleitet."

Kampus Diakoneia Modern - Kinderdorf Pondok Gede / SchachzoomProjekt des 11. Jahrgangs: Unterstützung für gefährdete Kinder in Indonesien. Foto: Martina Kiese Umsetzung
„Doch bekanntlich ist es von der Idee bis zur Verwirklichung eines solchen Projektes ein weiter Weg. Unsere Arbeitsgruppe der Schülervertretung machte sich nun also mit Eifer daran, Vorträge vorzubereiten, welche die Schüler für unsere Idee begeistern sollten. Wir entwarfen Plakate, Flyer und Unterschriftenlisten und setzten uns mit der Kindernothilfe in Verbindung. Schließlich gingen wir durch die Klassen unserer Schule um allen Schülern unser Projekt vorzustellen.
Zu unserer großen Freude, traf es bei den Schülern auf Zustimmung, wir sammelten über 400 Unterschriften von Schülern, die sich für mindestens ein Jahr verpflichteten, monatlich einen Euro für das Projekt ihres Jahrgangs zu spenden. Zu Beginn des neuen Schuljahres sammelten wir über 2.400 Euro für das erste Halbjahr der Projektpartnerschaften ein.
Das war ein toller Erfolg, es hat uns gezeigt, dass wir nicht hilflos der Armut und dem Elend in den Entwicklungsländern zusehen müssen, sondern gemeinsam vielen Kindern die Chance auf ein besseres Leben geben können. Denn „Wenn viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann ändert sich die Welt...""

(Text Jelena Hawellek u.a. Mitglieder der Kindernothilfe-AG, Sachsenwaldschule Reinbek)

Kontakt:
Imke Häusler
Telefon 0203.7789-132
Imke.haeusler@knh.de

 


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