
Projekt des 10. Jahrgangs: Schüler- und Familienunterstützung in RuandaSchülervertreterinnen und -vertreter der Sachsenwaldschule in Reinbek werben seit Beginn des letzten Jahres in den Jahrgangsstufen sechs bis elf für die Übernahme von Projektpartnerschaften bei der Kindernothilfe - ein Projekt mit Modellcharakter!
Über ihre Motivation, ihre Idee und deren Umsetzung schickten Sie uns folgenden Text:
Motivation
„In der letzten Zeit jagte eine Schreckensmitteilung in den Medien die nächste; der Tsunami bringt Unheil über Südostasien, Erdbeben lassen in Pakistan Zehnzausende obdachlos zurück, Wirbelstürme, Hungersnöte und Bürgerkriege verwüsten unsere Welt.
Die Ungerechtigkeit, die Armut und das Elend unserer Welt schreien nach Hilfe.. Mehr als eine Milliarde Kinder leben in Armut, ihnen fehlen grundlegende Dinge wie sauberes Trinkwasser oder ausreichende Nahrung, medizinische Versorgung, Schulunterricht oder ein Dach über dem Kopf. Jedes zweite Kind in den Entwicklungsländern hat eine Kindheit, die diesen Namen nicht verdient, da 180 Millionen Kinder in Kinderhandel, Sklaverei oder Prostitution arbeiten müssen. Nach Schätzungen soll es weltweit rund 80 Millionen Straßenkinder geben. Die meisten leben in den Großstädten Lateinamerikas, die Jüngsten sind erst fünf Jahre alt."
Idee
„Fakten wie diese lassen uns hilflos zurück, wir wissen nicht, wie wir mit solchen Informationen, ja mit der rauen Realität dieser Welt, umgehen sollen.
Wir, die Schüler der Sachsenwaldschule, suchten nach einem Weg gemeinsam die Not in den Entwicklungsländern etwas zu lindern. Weil wir gern langfristig und so nachhaltig Hilfe entsenden wollten, kam uns die Idee Partnerschaften für Kinder in den Entwicklungsländern zu übernehmen. So bildeten wir auf der letzten SV-Fahrt im Mai diesen Jahres eine Gruppe, die ein Konzept für die Verwirklichung unserer Idee ausarbeitete.
Wir wollten den Schülern unserer Schule die Möglichkeit bieten soziales Engagement zu zeigen und mit jeweils 1 Euro im Monat gemeinsam mit ihrem Jahrgang eine Partnerschaft für ein Projekt der Kindernothilfe zu übernehmen. Damit diese Partnerschaften auch langfristig helfen können und nicht, wenn ein Jahrgang Abitur macht, abbrechen, sollen die Partnerschaften in den jeweiligen Jahrgängen bleiben und dann von dem nachfolgenden Jahrgang weiterübernommen werden. Das würde bedeuten, dass jeder Jahrgang in seiner Schullaufbahn mehrere Projekte und somit auch mehrere Entwicklungsländer näher kennen lernen kann, die im besten Falle auch in den Unterricht eingebunden werden könnten. Damit die Schülerinnen und Schüler auch genaustens darüber informiert sind, wo ihr Geld ankommt und was es bewirkt, werden selbstverständlich alle Informationen über Hintergrund und Entwicklung der Projekte von der Schülervertretung (SV) an die Schüler weitergeleitet."

Projekt des 11. Jahrgangs: Unterstützung für gefährdete Kinder in Indonesien. Foto: Martina Kiese
UmsetzungKontakt:
Imke Häusler
Telefon 0203.7789-132
Imke.haeusler@knh.de
Imke Häusler