
Der Arbeitskreis Berlin. Foto: privat
Kontakt:
Eva-Margarete Jurgeit, Tel.: 030/ 4015048
Silvia Schoeps, Tel.: 030/ 7217227
Ulrike Teuffert, Tel.: 030/ 3613605
Horst Krapohl: Tel.: 030/ 32303559, Mobil: 0162/ 2540252
E-Mail: berlin@kindernothilfe.net
Kindsein in armen Ländern
In Afrika, Asien und Lateinamerika unterscheidet sich das Leben von Kindern sehr von der sorglosen Kindheit vieler Kinder in Deutschland. Etwa 250 Millionen Kinder sind weltweit gezwungen zu arbeiten. Millionen von Kindern mangelt es an minimaler Grundversorgung wie sauberem Trinkwasser, ausreichender Ernährung oder Schul- oder Berufsausbildung. Viele Kinder sterben bereits in den ersten Jahren nach ihrer Geburt. Und auch das Problem der Straßenkinder, die sich von ihren Familien losgesagt haben und das elende und gefährliche Leben auf der Straße „vorziehen", ist doch bekannt.
Mit solchen Ungerechtigkeiten können und wollen wir uns vom Arbeitskreis Berlin der Kindernothilfe nicht abfinden.
Wir wollen nicht wegschauen -
Wir wollen Zukunft geben -
den Kindern auf der ganzen Welt.
Dabei brauchen wir viel Unterstützung!
Der Arbeitskreis Berlin der Kindernothilfe ...
...will dazu beitragen, dass es in der Welt mehr Gerechtigkeit, weniger Armut und Benachteiligung gibt. Wir, die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Kindernothilfe aus Berlin, setzen uns für die Umsetzung der von der UN bereits 1989 festgelegten Rechte des Kindes, denn diese sollen dauerhaft weltweit gewährleistet werden. Deshalb versuchen wir, hier in Berlin und Brandenburg das Bewusstsein für die Not von Kindern und Jugendlichen in armen Ländern zu schaffen und dort mit Spenden bei der Linderung des Elends mitzuwirken. Dies sind gleichberechtigte Ziele unserer Arbeit!
Bei Straßenfesten - z.B. am Weltkindertag - und auf Weihnachtsmärkten beteiligen wir uns mit Informations- und Verkaufsständen. Wir verkaufen Kaffee sowie Kuchen, Kekse, Marmelade, kunstgewerbliche und sonstige Handarbeiten aus „eigener Produktion" und bieten Spiele für Kinder an. Die Einnahmen aus diesen Aktivitäten fließen als Spenden an die beiden Projekte in Brasilien und Haiti. Bei diesen Gelegenheiten, aber auch im Rahmen von Diavorträgen in Schulen, Kirchengemeinden etc. informieren wir über die Situation der Kinder weltweit, die Arbeit der Kindernothilfe und Möglichkeiten durch die Förderung von Projekten und Patenschaften, konkret zu helfen.
Der Arbeitskreis Berlin unterstützt zur Zeit zwei Projekte ...
In Brasilien ...
...begleiten und fördern wir bereits seit Jahren ein Projekt, das mit Straßenkindern in Gravatá arbeitet. Inzwischen gibt es einen engen persönlichen Kontakt zu dieser Einrichtung. (Projekt-Nr.: 94608). In der Tagesstätte werden ca. 80 Kinder und Jugendliche aus einem nahe gelegenen Elendsviertel betreut. Sie kommen aus ärmsten Familien und leben zum Teil auf der Straße. Schwerpunkt der Arbeit ist neben der Sicherung der Grundbedürfnisse die Vorbereitung der Kinder auf den Schulbesuch bzw. die schulpädagogische Förderung in der projekteigenen Schule. Um die oftmals verhaltensauffälligen Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, werden außerdem viele gemeinschaftsfördernde Aktivitäten angeboten. Schon über die Grenzen des Projekts bekannt, sind verschiedene Musik- und Theatergruppen.
In Zukunft soll die erfolgreiche Arbeit des Projektes ausgebaut werden. Auf dem Projektgelände wird ein Kultur- und Bildungszentrum errichtet, um durch eine offene Jugend- und Sozialarbeit die Einbindung der Gemeinde (z.B. der Familien der Kinder) zu intensivieren. So erhofft man sich, vielen Problemen der Stadt, vor allem der alltäglichen Gewalt (auch in den Familien) präventiv entgegen zu wirken.
In Haiti ...
... engagieren wir uns für ein Projekt der Kindernothilfe Partnerorganisation Mouvman Vin Plic Moun (MVM) die bereits seit über 10 Jahren in Haiti mit Restavèk arbeitet und derzeit 1.800 Kinder erreichen. In Haiti leben und arbeiten derzeit bis zu 300 000 Mädchen und Jungen unter ausbeuterischen Bedingungen in fremden Familien. Nach dem Beben hat sich die Situation dieser so genannten Restavèk-Kinder noch verschlimmert. Fern von ihrer Familie haben die meisten Restavèks das Erdbeben überlebt, sind aber mehr denn je auf sich allein gestellt. In der Regel dürfen die Kinder keine Schule besuchen. Sie werden geschlagen, oft auch missbraucht. Etwa die Hälfte der Mädchen, schätzen Experten, wird vergewaltigt. Restavèk-Kinder erhalten kein Geld, sie gehen nicht zur Schule und, wenn sie krank werden, auch nicht zum Arzt oder in den Gesundheitsposten.
In diesem Projekt (Projekt-Nr. Z80092) kümmert sich die belgische Ordensschwester Martha gemeinsam mit ihrem Team um die traumatisierten Kinder und sorgt dafür, dass sie zur Schule gehen können. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier!
Machen Sie mit!
In der Regel treffen wir uns jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr, im Lazarus, „Haus Sonneneck" in Berlin-Mitte (Nähe S-Bahnhof Nordbahnhof), um unsere Aktivitäten zu planen. Wir freuen uns über Anregungen, Gespräche, neue Ideen und neue Kontakte. Sind Sie neugierig geworden? Einfach bei Interesse Kontakt aufnehmen.
Antje Weber