Klaus R.C.Ciesielski aus Berlin ist Veranstalter für Brasilien-Reisen. Seit 2006 lebt er mit seiner Lebensgefährtin Dalvanira Medeiros de Farias in Brasilien. Das Paar hat zwei Patenkinder in der Tagesstätte Oratório de Divina Providência (Projekt 94617), die es regelmäßig besucht. Herr Ciesielski schickte uns jetzt folgenden Bericht.
Für mich war es schon seit langer Zeit wichtig, Patenkinder in Brasilien zu haben. Als Reiseveranstalter für Brasilien war es für mich eine gute Gelegenheit, meine Patenkinder, die ich in Bahia in Vitória da Conquista und Ilhéus hatte, immer mal zu besuchen. Das ist für Paten und auch für die Kinder selbst aus meiner Sicht die Erfüllung der Patenschaft, die Kinder zu besuchen und zu ihnen auch ein liebevolles Verhältnis aufzubauen, aber eben auch zu den anderen Kindern in den Projekten

Klaus R.C.Ciesielski und Dalvanira Medeiros de Farias mit den beiden Patenkindern. Foto: privat
Im Jahre 2005 auf einer meiner Brasilienreisen (diesmal mit meinem Fußballverein aus Berlin), erwischte mich mein 2. Schlaganfall, und ich musste meine Hauptbeschäftigung in Berlin aufgeben. So konnte ich dann 2006 meinen so lange gehegten Wunsch, in Brasilien zu leben, realisieren. Ich wollte dann sehr gern mit meiner Partnerin auch gemeinsame Kinder haben, aufgrund unseres Alters konnten das natürlich lediglich Patenkinder sein. Da wir über eine Freundin in Berlin schon Verbindung nach Recife hatten, haben wir uns dort für die beiden Geschwister Gisele und David entschieden. Wir sind mit den Kindern sehr glücklich und wollen sie gern mit dem Einverständnis der Eltern auch mal zu einem Besuch zu uns nach Campina Grande holen.
Regelmäßiger Besuch in der Tagesstätte
Die Tagesstätte „Oratório da Divina Providência" befindet sich im Bundesstaat Pernambuco in der Stadt Recife, Campina do Barreto. Hier werden Mädchen und Jungen mit sehr viel Liebe betreut. Für uns Pateneltern ist es, nach vielen Erfahrungen mit anderen Patenkindern in Bahia, Pernambuco und Paraíba, sehr schön, auch hier zu erleben, mit wie viel Liebe die Kinder begleitet werden.
Wir sind öfter zu Gast, um unsere Patenkinder, aber auch um alle Kinder zu besuchen. Diese direkte Nähe ist natürlich für die Kinder und für uns noch viel besser als das Schreiben kleiner Briefchen. Wir leben nur 200 km von dem Projekt entfernt in Campina Grande, Paraíba, und die Autofahrt zu den Kindern ist für uns eine sehr wichtige Einrichtung im Verlauf des Monats. Wir denken, dass wir ihnen mit unserer Anwesenheit unsere Liebe noch viel mehr zeigen können, als mit den Briefchen, die man als Paten sonst schickt. Das Überweisen des Geldes für die Kinder ist sehr wichtig, aber unsere Anwesenheit bringt ihnen die Bestätigung, dass sie Paten haben und dass sie geliebt werden.
Das Projekt
Die katholischen Ordensschwestern "Servas da Divina Providência" wollen Kinder und Jugendliche, die unter menschenunwürdigen Bedingungen aufwachsen, vor einem Leben auf der Straße bewahren. Sie möchten ihnen Alternativen und Perspektiven für ihr weiteres Leben aufzeigen. In der Tagesstätte "Oratório da Divina Providência" werden 125 Kinder und 200 Jugendliche gefördert. Außerdem unterstützt das Projekt 98 Familien. 53 Frauen absolvieren berufsbildende Kurse und bekommen dadurch die Chance, eine Arbeit zu finden.