Dr. Mörsdorf (rechts) mit Alice (zweite von rechts). Foto: privat
Dr. Diether Mörsdorf aus Biberach reiste im Jahr 2006 nach Ranipet in Südindien, um das Patenkind seiner Kirchengemeinde zu besuchen. Eine tolle Begegnung, an die er noch immer sehr oft mit Freude denkt.
Die evangelische Bonhoeffergemeinde in Biberach, meinem Wohnort, unterstützt schon seit Jahren Patenkinder in Indien. Die Patenkinder wurden jeweils von der Kindernothilfe in Duisburg vermittelt. Unsere Bonhoeffergemeinde erhält jedes Jahr einen ausführlichen Brief und ein Foto des Patenkindes, der übersetzt und der Gemeinde bekanntgemacht wird.
Mit Indien vertraut
Ich habe mehrere Male für die Organisation Ärzte für die Dritte Welt in verschiedenen Ländern und Orten ehrenamtlich einige Wochen in Slums gearbeitet, vor allem in Indien. Ich fasste im Jahr 2006 am Ende meines Arbeitsaufenthaltes in Kalkutta den Entschluss, Alice, das derzeitige Patenkind unserer Gemeinde in Ranipet/Südindien zu besuchen. Ranipet liegt etwa 80 Kilometer westlich von Madras/Chennai und 40 Kilometer östlich von Vellore.
Dr. Mörsdorf zu Besuch Alices Schule. Foto: privat
Da Kalkutta und Ranipet 800 Kilometer trennen, nahm ich nach getaner Arbeit das Flugzeug und freute mich, das Mädchen bald sehen zu können.
Alice ist in einem Boarding Home (eine Art Internat) für Mädchen untergebracht. Sie ist jetzt 16 Jahre alt und in der zehnten Klasse. Der Vater ist Tagelöhner. Sie will Lehrerin werden.
Herzlichkeit in Ranipet
Bei meiner Ankunft erlebte ich einen unbeschreiblich herzlichen Empfang, den ich nie vergessen werde. Alice stand geschmückt mit Blumenkränzen in ihrem schönsten Kleid neben der Direktorin und den leitenden Mitarbeitern. Man zeigte mir die Schule, die Unterkünfte und die Kirche. Ein wirklich aufregender Besuch.
Ich denke noch heute mit Freude an den Besuch bei unserem Patenkind zurück.
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