
Bernd Colditz. Foto: Christine Taylor
Wie schnell einen das Glück verlassen kann, das musste Bernd Colditz erfahren. Im Mai 2002 wurde bei seiner Frau Darmkrebs diagnostiziert, sieben Monate später war sie tot. Für den Betriebswirt brach eine Welt zusammen. 25 Jahre waren er und seine Frau verheiratet – plötzlich war er allein. „Meine Frau war für mich wie ein starker Baum”, sagt der 60-Jährige. Das Andenken seiner Frau zu bewahren – mit diesem Anliegen hatte sich der Wittener an die Kindernothilfe-Stiftung gewandt.

Renate Colditz. Foto: privat
Die Förderung von Kindern in Not war Renate Colditz zeitlebens ein wichtiges Anliegen. Und so entschloss sich Bernd Colditz, einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Kindernothilfe-Stiftung ins Leben zu rufen: Renate Colditz Stiftungsfonds „Für das Leben“, so verfügten sein Sohn und er, sollte er heißen. „Die Vorstellung, dass in diesem Fonds etwas von meiner Frau, ihren Idealen, ihrer Vision einer gerechteren Welt weiterlebt, tröstet mich sehr”, sagt Bernd Colditz. Jahr um Jahr fließen nun die Erträge in Hilfsprojekte für Not leidende Kinder in Afrika. „Als Personalleiterin eines Studentenwerks hatte meine Frau viel Kontakt zu jungen Menschen.” Dass die Erträge ihres Stiftungsfonds benachteiligten Kindern zugute kommen, „würde sie bestimmt sehr glücklich machen”.
Christine Taylor