
Zu Besuch in Indien: Arbeitsdirektor Ralph Labonte & Konzernbetriebsratsvorsitzender Thomas Schlenz mit Kindern des Projekts. Foto: Friederike Kugler
ThyssenKrupp ist einer der größten Technologiekonzerne weltweit. Das Unternehmen sieht sich nicht nur in der Verantwortung gegenüber Aktionären, Kunden und Mitarbeitern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Dazu gehört ein vielfältiges Engagement in Kultur, Sport und im sozialen Bereich.
Dass diese Unternehmensphilosophie nicht an den deutschen Grenzen halt macht, versteht sich für den global agierenden Konzern von selbst. Unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe stellte der Vorstand ein Spendenvolumen von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem startete der Konzernbetriebsrat von ThyssenKrupp die konzernweite Aktion „Eine Stunde für Asien". Unter diesem Motto wurden weltweit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns aufgerufen, den Lohn für eine Arbeitsstunde für die Flutopfer zu spenden. Mehr als 250.000 Euro kamen allein von der deutschen Belegschaft zusammen.
Sowohl mit der Unternehmens- als auch mit der Belegschaftsspende fördert ThyssenKrupp langfristige Wiederaufbau-Projekte, die die Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen nachhaltig sichern. Wichtiger Partner ist dabei die Kindernothilfe. So finanziert ThyssenKrupp ein Dorfentwicklungsprojekt in der südindischen Region Kanyakumari für 15 besonders schwer von der Katastrophe getroffene Dörfer. In jedem Dorf wird u. a. eine Kindertagesstätte gebaut, die abends als Gemeindezentrum genutzt werden kann. Zudem unterstützt ThyssenKrupp ein Projekt der Kindernothilfe für die ärmsten Bevölkerungsgruppen, die sogenannten Unberührbaren und das Volk der Irula in Südindien, bei dem u. a. 400 feste Häuser errichtet werden. Mit den vom Betriebsrat gesammelten Spenden wird ein Projekt finanziert, das im südindischen Nagapattinam Distrikt die zerstörten Lebensgrundlagen für arme Landarbeiterfamilien wieder herstellt.

Willkommensgruß in den Selbsthilfegruppen. Foto: Friederike Kugler
Arbeitsdirektor Ralph Labonte und der Konzernbetriebsratsvorsitzende Thomas Schlenz überzeugten sich auf einer Reise nach Südindien im September 2005 persönlich von der Qualität und Nachhaltigkeit der Arbeit in den Kindernothilfe-Projekten: „Nach dem Tsunami wollten wir sofort und unmittelbar vor Ort Not und Elend lindern. Nach den ersten Gesprächen mit Fachleuten stellten wir allerdings fest, dass wir dadurch keinen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der betroffenen Menschen leisten können. Und wie wir heute sehen, ist es uns gelungen, mit einem kompetenten Partner, der Kindernothilfe, Projekte anzustoßen, die wir für die nächsten drei bis fünf Jahre begleiten wollen. Die Projekte müssen zu Selbstläufern werden. Schaffen wir das, haben wir den richtigen Weg gewählt. Wir sind davon überzeugt, dass dies der Fall sein wird."
Susanne Kehr