Kindernothilfe e.V. Kindernothilfe e.V. Kindernothilfe e.V.

Hintergrund: Schutz vor Ausbeutung

Schutz vor Ausbeutung

Weltweit schuften 126 Millionen Fünf- bis 17-Jährige unter unzumutbaren Bedingungen. Armut treibt viele Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Viele Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Im Deutschen Forum Kinderarbeit setzt sich die Kindernothilfe gemeinsam mit anderen Organisationen für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarbeit und für die Durchsetzung der Rechte arbeitender Kinder ein.

Kinder sammeln FeuerholzKinderarbeite in Guatemala. Foto: Christoph Engel Zahlen
Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation) arbeiten in der Altersgruppe fünf bis 14 Jahre

Gefährliche Kinderarbeit
Etwa 126 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten in Jobs, die zu den gefährlichen Formen von Kinderarbeit gehören. Dazu zählen u.a.

Erhebungen der IAO haben ergeben , dass 7 von 10 arbeitenden Kinder in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Jagd beschäftigt sind. Hier gibt es enge Verflechtungen zur informellen Wirtschaft, wo sich die mit Abstand höchste Zahl der arbeitender Kinder findet. So kommt es zum Beispiel vor, dass kommerzielle Plantagen Arbeiten an kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe übertragen. Oder Familien stellen in Heimarbeit Waren her, die dann in Unternehmen (fürs Inland oder den Export) verwendet werden.

Mädchen an einem Webstuhl in Afghanistan. Foto: Jens Großmann Verletzungen durch unzumutbare Arbeitsbedingungen
An vielen Kindern geht die oft schwere körperliche und gefährliche Arbeit nicht spurlos vorüber. Kinder leiden unter:

Die Ursachen
Die Ursachen für Kinderarbeit stehen in engem Zusammenhang mit der Armut ihrer Familien: Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung, Verschuldung und Preisverfall der Rohstoffe führen dazu, dass Familien auf die Einkünfte der Kinderarbeit angewiesen sind. Fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben vieler Regierungen lassen aber auch erkennen, dass eine direkte Verbindung zwischen der Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern und der Entwicklung der Weltwirtschaft besteht.

Basilio, Protagonist von The Devil's MinerBasilio arbeitet in einer bolivianischen Mine. Foto: Richard Ladkani. Abkommen
Am 17. Juni 1999 nahmen in Genf 174 Mitgliedsländer der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) das neue “Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit” an. Die Kindernothilfe hat mit großem Engagement den Beratungs- und Entscheidungsprozess der neuen Konvention begleitet (mehr)

Was tut die Kindernothilfe?
Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Sie sorgt dafür, dass Kinder eine gute Schul- und Berufsausbildung bekommen, schafft alternative Einkommensmöglichkeiten für Familien und klärt über Gefahren der Kinderarbeit auf. Als Mitglied im Deutschen Forum Kinderarbeit setzt sich die Kindernothilfe gemeinsam mit anderen Organisationen für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarbeit und für die Durchsetzung der Rechte arbeitender Kinder ein.

Für folgende Projekte, die die Situation von Kinderarbeitern verbessern, brauchen wir dringend Unterstützung. Herzlichen Dank!


Copyright © 2010 Kindernothilfe e.V. - Alle Rechte vorbehalten.