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Selbsthilfegruppen geben Kraft und Hoffnung. Anbau von Pflanzen. (Quelle: Kindernothilfe)

„Mein Kind ernähre ich!“

Burundi: Plünderungen, Mord und Vergewaltigungen – zehn Jahre mussten Burundis Frauen unter dem Bürgerkrieg leiden. Unter den Folgen leiden sie noch immer: In dem zerstörten Land gibt es keine Arbeit, keine Nahrung und kaum Ackerboden. So haben die Frauen keine Chance, gut für ihre Kinder zu sorgen. Mit Ihrer Hilfe kann sich das für gut 10.000 Frauen ändern.

Gemeinsam aus der Not

Marie war 32 Jahre alt, als Rebellen ihren Mann und drei ihrer Kinder töteten. Das Haus der Familie brannten sie nieder. Marie konnte mit zwei Kindern flüchten, stand nun aber vor dem Nichts. Sie wusste nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollte, und konnte ihnen nicht einmal eine Mahlzeit am Tag geben. Diese Sorge und die Ohnmacht trieben sie beinahe in den Selbstmord. Hilfe konnte sie nicht erwarten: Sie lebte in einer Baracke am Rande des Dorfes ohne Kontakt zu anderen Dorfbewohnern oder Müttern.

Vor zwei Jahren lud sie dann eine Sozialarbeiterin in die Selbsthilfegruppe „Dushigikirane“ (auf Deutsch: „Eine unterstützt die andere“) ein. Marie spürte schnell eine große Erleichterung durch die Gemeinschaft in der Gruppe. „Ich bin nicht alleine! Was ich erlebt habe, kennen auch andere Frauen. Was mir passiert ist, haben schon andere Frauen durchgestanden“, beschreibt Marie ihre Gefühle.

Schlimme Vergangenheit

Mutter in Burundi mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm. (Quelle: Ute Luhr)
Ich bin nicht allein! Selbsthilfegruppen geben Kraft und Hoffnung.

Viele Frauen in Burundi haben Schreckliches erlebt: Plünderungen, Mord und Vergewaltigung. Über zehn Jahre Bürgerkrieg zerstörten Familien, Existenzen, ganze Dörfer und ihre Zukunft. Wie das Nachbarland Ruanda litt auch Burundi stark unter dem Bürgerkrieg. Die Wiedereingliederung von etwa einer Million Vertriebenen in ein schon jetzt überbevölkertes Land ist dabei kaum zu bewältigen. Es gibt tausende allein erziehende Mütter wie Marie, die täglich kämpfen und ihren Kindern doch nicht genug zu essen geben können.

Direkte Wirkung auf Kinder

Marie besucht ihre Selbsthilfegruppe immer noch jede Woche. Hunger ist in der Familie seit zwei Jahren kein Thema mehr. Marie konnte sich von ihrer Gruppe einen Kredit leihen, mit dem sie sich ein kleines Geschäft aufbaute: Sie backt und verkauft Kuchen. Jetzt verdient sie genug, um sich und ihre Kinder zu ernähren. Seit Marie in der Selbsthilfegruppe ist, hat sie viel gelernt, sie bekommt ihre Kinder nicht nur satt, sondern achtet auch auf ausgewogene Ernährung und ihre Gesundheit. Ihre Kinder gehen regelmäßig in die Schule und sie plant sogar, ein kleines Haus aus Stein zu bauen. Den Kredit hat sie schon längst zurückgezahlt, „das Geld kann jetzt einer anderen Frau helfen“.

So wie Marie und ihren beiden Kindern wird es auch den anderen Frauen aus den neuen Selbsthilfegruppen gehen. Ihre Kinder werden gesund sein, nicht hunger und in den staatlich anerkannten Gesundheitszentren behandelt werden. Sie werden regelmäßig zur Schule gehen, weil die Familien sich das Schulgeld und Lehrmaterial leisten können. Die Rate der Kinder, die regelmäßig in den Unterricht gehen, liegt in Familien in Selbsthilferuppen um 20 Prozent höher als bei der restlichen Bevölkerung. Durch die 465 neuen Selbsthilfegruppen verbessert sich das Leben von mindestens 28.000 Kindern.

Hilfe zur Selbsthilfe – ein Ausweg

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der größte Teil der Familien hier versucht mühsam, von Land- und Viehwirtschaft zu leben. Allerdings müssen sich 90 Prozent der Bevölkerung die Äcker des kleinen Landes teilen. Vor allem alleinerziehende Mütter besitzen oft nur ein kleines Feld, das für die Ernährung ihrer Familie ausreichen muss. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. 40 Prozent der Kinder im Schulalter gehen nicht zur Schule. Selbsthilfegruppen bieten besonders allein erziehenden Müttern die Gelegenheit, sich aus der Armut zu befreien. Sie erhalten Hilfestellungen und schaffen es so aus eigenem Antrieb, ihre Kinder gut zu versorgen. Um die Erfolge der Arbeit mit Selbsthilfegruppen fortzuführen, sollen in den sechs Provinzen Karuzi, Gitega, Ngozi, Kayanza, Bujumbura Rural und Bubanza 465 neue Selbsthilfegruppen gegründet werden. Neu dabei ist: Der Schwerpunkt liegt auf Landwirtschaft. In jeder Gruppe sind 15 bis 20 Personen. 97 Prozent sind Frauen. Mit Ihrer Unterstützung kann ihnen so geholfen werden wie Marie.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit und den Aufbau einer Selbsthilfegruppe.

Ihre Spende hilft

  • 9.000 Bäuerinnen ein auskömmliches Leben zu sichern,
  • weitere 45.000 Angehörige, darunter vor allem Kinder, vor Hunger zu bewahren und
  • die Rechte der Frauen und ihrer Kinder zu stärken.

Projekt Nr. 68501


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So funktioniert unsere Hilfe zur Selbsthilfe

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Seit über 10 Jahren arbeiten wir konsequent nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Denn wir sind überzeugt, dass auch der vermeintlich schwächste Mensch aus eigener Kraft ein Leben in Würde aufbauen kann.

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