Patenschaft

Ein Baustein für Globales Lernen in der Schule

Die Übernahme einer Patenschaft gibt der Hilfe ein individuelles Gesicht. Gerade jüngere Kinder können sich so besser vorstellen, was mit ihrer Spende passiert.

Mädchen des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums, HeidelbergSchülerinnen des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums in Heidelberg mit Fotos ihrer Patenkinder (Foto: Ralf Krämer) Durch Berichte und Briefe des Patenkindes erfahren Schülerinnen und Schüler in Deutschland, wie es einem Gleichaltrigen in einem fernen Land ergeht und wie sich seine Situation verbessert. Je nach individuellen und kulturellen Voraussetzungen kann sich ein reger Briefaustausch entwickeln. So wird die Patenschaft zu einem Bestandteil interkulturellen Lernens.

Was ist bei der Übernahme einer Klassenpatenschaft zu beachten?
Wichtig ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler selbst für eine Patenschaft entschieden haben. Vor der Übernahme sollte geklärt werden, was eine Patenschaft ist, wie oft in der Regel Briefe zu erwarten sind und wie der Betrag langfristig aufgebracht werden kann. In der Grundschule sollten die Eltern in die Entscheidung einbezogen werden.
Beim Ausfüllen des Patenschaftsformulars muss eine Kontaktperson angegeben werden (z.B. der Lehrer oder ein Elternvertreter) und gleichzeitig deutlich erkennbar sein, für welche Klasse oder Schule die Kontaktperson steht.

Wie kann das Einsammeln des Patenschaftsbetrags organisiert werden?
Der Betrag kann monatlich aber auch viertel-, halb- oder ganzjährlich überwiesen werden. Die Schulen handhaben dies unterschiedlich: viele Klassen sammeln einmal im Monat einen Euro Taschengeld von jedem ein, andere organisieren ein- oder mehrmals jährlich Veranstaltungen, bei denen sie den Betrag einnehmen. Die Bandbreite dieser Veranstaltungen reicht über Kuchenverkauf, Flohmarkt und Weihnachtsbasar über Sponsorenlauf bis hin zu aufwendigen Theater-, Musik- und Tanzveranstaltungen. Einen Eindruck von der Vielfalt der Aktionen erhalten Sie hier.

Welche Erfahrungen haben andere Klassen mit Patenschaften?
Positive Erfahrungen sind die gute Vorstellbarkeit der Hilfe und ihre Kontinuität. Dadurch wird das Zusammenleben in der Einen Welt immer wieder ins Bewusstsein gerufen. Die Erfahrung ist aber auch, dass die Patenschaft allein nicht ausreicht, um das Interesse an Eine-Welt-Themen langfristig aufrecht zu erhalten. Sie ist vielmehr ein Baustein innerhalb eines Programms, Globales Lernen in der Klasse und in der Schule zu etablieren.


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