
Christine Taylor bei einem Besuch in einem Projekt in Pawlowsk/Russland. Foto: Jörg Denker
Frau Taylor, welche Aufgabe haben Sie bei der Kindernothilfe?
Ich bin Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Kindernothilfe-Stiftung - ich berate unsere Stifter und Stifterinnen und solche, die es werden wollen, informiere über die verschiedenen Möglichkeiten, sich stifterisch zu engagieren, plane und koordiniere die Marketing- und Werbemaßnahmen der Stiftung.
Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus?
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Beratung und Betreuung unserer Stifter. Menschen, die sich für eine gute Sache engagieren, wollen in die Arbeit einer Organisation eingebunden werden, sie möchten informiert werden - über die Projektarbeit, ihre Ziele und Aufgaben. Unsere Stifter möchten wissen, wohin ihr Geld fließt und ob es sinnvoll verwendet wurde.
Was war Ihr bisher größter Erfolg für die Kindernothilfe?
Sehr gefreut habe ich mich über die Errichtung der ersten treuhänderischen Stiftung unter dem Dach der Kindernothilfe-Stiftung. Ein Ehepaar aus Bad Homburg, langjährige Paten der Kindernothilfe, hat unter unserem Dach eine Stiftung für Berufsausbildung gegründet - mit dem Ziel, Projekte der Kindernothilfe zu fördern.
Was war das intensivste Erlebnis in Ihrer Arbeit?
Sehr berührt haben mich meine Reisen nach Russland. Der Zerfall des Landes, die Verwahrlosung in den Plattenbau-Siedlungen rund um St. Petersburg, das Elend der Straßenkinder hat mich sehr schockiert. Behinderte, Arme, Kranke gelten hier als wertlos, immer mehr Kinder laufen weg und leben auf der Straße, weil sie es zu Hause nicht mehr aushalten.
Wie entspannen Sie sich nach der Arbeit?
Ich lese und koche gern. Außerdem lerne ich gerade Tai Chi - das hilft sehr beim Entspannen.
Was sind Ihre Ambitionen?
Ich liebe an meiner Arbeit den messbaren Erfolg. Beim Fundraising geht es um die Einwerbung von Mitteln - Geld, das benachteiligten Kindern und Menschen zu gute kommt und ihnen hilft, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Das ist eine sehr schöne Aufgabe. Ich würde gerne noch mehr Menschen für die Idee der Stiftung begeistern!