
Foto: Ralf Krämer/Kindernothilfe
Herr Heidchen, wie sind Sie zur Kindernothilfe gekommen?
Nach dem Studium habe ich zunächst als Bibliothekar gearbeitet - Informationserschließung, Literaturvermittlung, Leseförderung, Programme für Kinder, Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Auf Reisen wuchs mein Interesse an den Lebensbedingungen der Menschen in anderen Ländern und ich wollte mich gern entsprechend engagieren. So habe ich auf eine Stellenausschreibung der Kindernothilfe geantwortet. Seit 1994 bin ich dabei. Den Wechsel habe ich nie bereut.
Was sind Ihre Aufgaben?
Im Spenderservice bin ich verantwortlich für zwei Teams: den Infoservice und die Patenbetreuung. Der Infoservice ist die Anlaufstelle für alle allgemeinen Anliegen von Spendern und Interessenten. Hier versenden wir Informationen über die Kindernothilfe, fertigen Zuwendungsbestätigungen an, nehmen Adressänderungen oder sonstige Wünsche entgegen. Die Patenbetreuung beantwortet spezielle Fragen von Paten zu ihrer Patenschaft oder zur Arbeit im jeweils geförderten Projekt. Dazu halten wir Verbindung zu unseren Auslandsabteilungen und fragen - wo erforderlich - auch direkt in den Projekten nach. So führe ich täglich Gespräche mit vielen Paten und Interessenten, telefonisch, per Brief oder E-Mail. Außerdem organisiere ich gemeinsam mit Kollegen die Arbeitsabläufe, damit wir unseren Service ständig verbessern können. Darüber hinaus habe ich auch immer ein offenes Ohr für die Anliegen meiner Kollegen.
Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit? Was motiviert Sie?
Ich liebe den Kontakt mit den Menschen, die sich für die Kindernothilfe engagieren. Und ich liebe unsere Aufgabe, durch wirksame Projekte Kinder zu stärken, Leben zu schützen und Zukunft zu ermöglichen. Dabei motiviert mich besonders die christliche Hoffnung: Gott selbst will unser Leben ans Ziel bringen. Er tritt ein für das Recht. Es kümmert ihn, wo das Leben nicht zum Zug kommt. Das gilt für jeden Einzelnen von uns. Für die Kinder. Für unsere Spender. Hier gewinne ich Kraft für mein eigenes Leben.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Berufsbegleitend und in meiner Freizeit habe ich vor etlichen Jahren eine Diakonenausbildung absolviert. Als Diakon bringe ich mich in meiner Kirchengemeinde und in meiner Diakoniegemeinschaft ein. Ich lese viel, gehe mit meinem Hund spazieren und verreise gern.
Gerd Heidchen