Kooperationen

Kampagne "Bergwerk Peru: Reichtum geht - Armut bleibt"

Die Kindernothilfe ist seit Anfang 2008 Mitglied in der Kampagne „Bergwerk Peru: Reichtum geht - Armut bleibt". Die Kampagne existiert seit vier Jahren und will die Auswirkungen des Bergbaus auf Mensch und Umwelt in Peru in die bundesdeutsche Öffentlichkeit tragen.

Etwa 250 Minen sind zurzeit in Peru in Betrieb. Die Betreiber halten treiben oft Raubbau an der Umwelt, Wasser, Boden und Luft werden verschmutzt, weil die Konzerne in den Minen giftige Stoffe zum Abbau der Rohstoffe einsetzen. Der Staat und die Minengesellschaften missachten grundlegende Rechte der Menschen. So gibt es immer wieder Konflikte, weil die Minenbetreiber der Bevölkerung Land und Ressourcen wie Wasser streitig machen.

Vom Rohstoff-Reichtum profitieren wenige
50 Prozent der Exporterträge Perus kommen aus dem Bergbausektor. Der Beitrag zu Wirtschaftsleistung Perus liegt bei sechs bis sieben Prozent. Trotz des Rohstoff-Reichtums leben mehr als die Hälfte der 27 Millionen Peruaner in Armut.

Die Kampagne unterstützt Partnerorganisationen, die sich für folgende Ziele einsetzen:

Darüber hinaus soll die internationale Handelspolitik der Bundesregierung kritisch begleitet werden.

Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von bundesdeutschen Gruppen und Organisationen wie Caritas International, Misereor, FIAN sowie einer Vielzahl kirchlicher Patenschaftsgruppen zur Diözese Cajamarca, die mit Partnergruppen und -organisationen in Peru zusammenarbeiten.

Projektarbeit der Kindernothilfe
Die Kindernothilfe unterstützt in La Oroya/ Peru -einem der zehn am meisten verschmutzten Orte der Welt- ein Projekt der Partnerorganisation „Asociación Filomena Tomaira Pacsi". Hier werden Kinder und Jugendliche mit Bleivergiftung medizinisch versorgt und darin gestärkt, sich für ihr Recht auf eine gesunde Umwelt einzusetzen. Das amerikanische Bergbauunternehmen Doe Run weigert sich seit Jahren, einfachste Umweltschutzmaßnahmen zu unternehmen, wie etwa die Installation von Filtern an den Kaminen. mehr

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