Unser Auftrag

Mit den Kindern für eine Zukunft ohne Elend

Unsere Ziele
Mit Kindern und Jugendlichen in Armut setzen wir uns ein für eine Zukunft ohne Elend, Gewalt und Missbrauch. Kinder in Not brauchen Schutz und Förderung. Aber auch ihre eigenen Ideen, Pläne und ihre Mitarbeit sind wichtig, Benachteiligung und Armut zu überwinden.

zoomJunge in einem Projekt der Kindernothilfe in Uganda. Foto: Ralf Krämer

Kinder leiden als Opfer unter vielfachen Bedrohungen und schwierigen Lebensbedingungen. Zugleich können sie viel zur Lösung ihrer Probleme beitragen. Daher wollen wir Kindern mit Vertrauen und Liebe begegnen, sie in ihrem Selbstvertrauen stark machen auf ihrem Weg in ein mündiges und eigenständiges Leben. Das körperliche und seelische, das geistige und gesundheitliche Wohl der Kinder und Jugendlichen steht im Mittelpunkt der Programme und Projekte. Um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich zu erfassen, orientieren wir uns an der UNO-Kinderrechtskonvention, deren Zielsetzung wir bejahen und umsetzen. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kindern und Jugendlichen, die zusätzlich zur materiellen Armut weiteren Benachteiligungen ausgesetzt sind. Als „children at risk“ gehören dazu besonders Straßenkinder, arbeitende Kinder, Kindersoldaten, Aidswaisen, sexuell missbrauchte und ausgebeutete Kinder und Kinder, die wegen verschiedener Behinderungen ausgegrenzt werden.

Pondicherry: Schlafendes Baby auf dem Arm eines Mitglieds einer FrauenselbsthilfegruppeFoto: Rajiv Kumar

Unsere Herkunft und unsere Identität
Noch unter den Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit gründeten evangelische Christen in Duisburg 1959 die Kindernothilfe. Anlass waren die Hungerjahre in Indien und der tausendfache Tod von Kindern. Daher begann die Arbeit 1959 in Indien und weitete sich stetig aus. Heute arbeitet die Kindernothilfe in 29 Ländern auf allen Kontinenten und erreicht und fördert zur Zeit rund 655.793 Kinder und Jugendliche. Als christliches Kinderhilfswerk sind wir Mitglied im Diakonischen Werk und verstehen unsere Arbeit als Teil der weltweiten ökumenischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Verantwortung und Durchführung der Projekte liegt in den Händen von mehrheitlich christlichen Partnerorganisationen. Sie kennen die Situation in den Ländern, sind mit der Kultur, Sprache und dem Leben vor Ort vertraut. Sie erarbeiten mit der lokalen Bevölkerung die Strategien zur Armutsbekämpfung und setzten sich für eine sichtbare Lebensverbesserung ein. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Interessen von Kindern und Jugendlichen.

Foto: Gerhard Tiel

Patenschaft und Projekte
Unsere Hilfe ist konkret und setzt bei den grundlegenden Bedürfnissen an. Ernährung, medizinische Versorgung, Aufnahme in eine Gemeinschaft und Bildung im umfassenden Sinn sind die Basis vieler Projekte und Programme. Die Projekte sind langfristig angelegt und wirken daraufhin, die Lebensverhältnisse nachhaltig zu verbessern. Daher fördern wir viele Kinder in den Projekten durch Patenschaften. Die Patenschaft macht Hilfe mit langem Atem möglich und ist daher eine der wirksamsten Förderformen. Sie gibt durch die Lebensgeschichte eines Kindes der Hilfe einen persönlichen Bezug und stärkt das zwischenmenschliche Verständnis über Ländergrenzen hinweg. Das Selbstvertrauen der Kinder wird gestärkt, denn durch die Patenschaften wird das Projekt als Ganzes gefördert. So kann sich ein ganzes Dorf entwickeln oder ein städtisches Slumgebiet verändern, weil durch die Patenschaft das Kind in seiner Umgebung gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Augenmerk darauf, durch die Hilfe zur Selbsthilfe, Abhängigkeiten zu überwinden und Eigenverantwortung zu stärken.

Humanitäre Hilfe
Katastrophen gleich welcher Art treffen die Ärmsten der Armen meistens besonders hart. Durch unsere Partner vor Ort können wir schnell und zielgerichtet helfen. Dabei achten wir darauf, dass die Situation von Kindern besonders beachtet wird und die Hilfe ihnen zu Gute kommt. Notfallhilfe muss sich mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit verbinden und Menschen nach den Katastrophen Mut und Möglichkeit zum Wiederaufbau geben.

Dr. Jürgen Thiesbonenkamp,
Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe


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