Berlin, 4. Juni 2012. Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesminister Dirk Niebel haben heute Mittag im Schloss Bellevue 200 Schülerinnen und Schüler für ihre Beiträge zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt - Eine Welt für Alle" ausgezeichnet. Im Großen Saal von Schloss Bellevue gratulierten der Bundespräsident und der Bundesminister den Gewinnern, die aus ganz Deutschland angereist waren.

Von der Kindernothilfe geehrt: Julia und Davia von der Johann-Gutenberg-Schule Bremerhaven. Umrahmt von Dr. Jürgen Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe und Leherin Sibylle Groß. Foto: O'Byrne
In der aktuellen Wettbewerbsrunde 2011/2012 wurden unter dem Motto „Was siehst du, was ich nicht sehe? - Perspektive wechseln!" Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 aufgerufen, die Welt durch andere Augen zu betrachten, sich der eigenen und der fremden Perspektive bewusst zu werden und sich zu fragen, was unterschiedliche Lebensverhältnisse und Wertorientierungen für die Menschen hier und anderswo bedeuten. Diesem Aufruf folgten in der aktuellen, fünften Wettbewerbsrunde mehr als 9.500 Schülerinnen und Schüler in den Kategorien 1 bis 4. Zudem beteiligten sich 22.500 Schülerinnen und Schüler in der Kategorie Schulpreis. Insgesamt wurden über 500 Wettbewerbsbeiträge eingereicht.
In fünf Kategorien wurden Preise vergeben. Der erste Preis in Kategorie 1 (Klassen 1-4) ging an die Grundschule Atter in Osnabrück (Niedersachsen), in Kategorie 2 (Klassen 5-6) an das Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim (Bayern), in Kategorie 3 (Klassen 7-10) an die Willy-Brandt-Gesamtschule in Bottrop (NRW) und in Kategorie 4 (Klassen 11-13) an das Gymnasium Paulinum in Münster (NRW). Als besonders engagierte Schulen wurden in Kategorie 5 (Schulpreis) die Berufsbildende Schule Handel der Region Hannover (Niedersachsen), die Städtische Realschule Ahlen (NRW), das Schillergymnasium Münster (NRW), die Roncallischule Beckum (NRW) und die Gesamtschule Bremen-Mitte (Bremen) ausgezeichnet.
Die Kindernothilfe ehrte zudem die Achtklässler der Johann-Gutenberg-Schule Bremerhaven in der Kategorie Sonderpreis Nichtregierungsorganisationen: Für ihr großartiges Projekt, das sie mit mit einem Humboldt-Zitat überschrieben: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die derer, die die Welt nie angeschaut haben." Ausgehend von ihren eigenen Empfindungen und Gedanken beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in ihrem Projekt mit Eigen- und Fremdwahrnehmungen. Sie informierten sich über Lebenswirklichkeiten in Kamerun, Niger und Samoa und entwickelten kurze Alltagsszenen aus der jeweils anderen Perspektive, z. B. eine Klassenfahrt nach Deutschland: Was fällt den Samoa auf, was passiert ihnen hier? Was unterscheidet uns und was haben wir gemeinsam? Die Kindernothilfe lädt die Gruppe zu einem Graffiti-Workshop ein, in dem die Gruppe diese weitere Darstellungsform kennenlernt.
Mehr Informationen zum Wettbewerb, Bildmaterial und Filmeinspieler zu den Siegerbeiträgen finden Sie unter http://www.eineweltfueralle.de/
Marina Wagener