„Charity-Bike-Challenge": Zwei Schüler und ein Lehrer der Internationalen Schule in Neuss stellten sich der Herausforderung, in 24 Stunden mit dem Fahrrad nach London zu radeln. Sie schafften es – in 21 Stunden! In Haiti profitieren Schulkinder von dieser großartigen Leistung.

Fotos: privat
"Bei Kilometer 200 begann der Kampf", gab Leopold Breloh zu. „Regen wie aus Eimern, Gegenwind und der spürbare Kräfteverschleiß setzten unserem Trio ziemlich zu." Gemeinsam mit Mitschüler Nick Hachmann und Englischlehrer Richard Bates von der IRS in Neuss wollte Breloh per Fahrrad die Strecke vom Düsseldorfer Fernsehturm bis zur Londoner City in 24 Stunden schaffen. Die drei bissen die Zähne zusammen und strampelten unverdrossen weiter - schließlich sollte jeder Kilometer Sponsorengelder für Kinder in Haiti bringen.

Insgesamt 20 Energieriegel, gefühlte 159 Sandwiches und 100 Liter Wasser verliehen unterwegs neue Kräfte. Die Überfahrt von Rotterdam nach Harwich mit einer Portion Nudelsalat brachte eine Verschnaufpause und wurde nicht berechnet. Als die Radsportler nach exakt 21 Stunden und 34 Minuten Fahrzeit erschöpft, aber glücklich in London vom Sattel fielen, ertönte auch 415 Kilometer Luftlinie entfernt ein Riesenjubel: An der IRS hatten Schüler, Lehrer und Eltern am Monitor die Tour mitverfolgt und feierten ihre "Helden". Zwei Tage später bereitete die Schule ihren Radlern einen triumphalen Empfang.
Kinder in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince wären in den Jubel eingefallen. Denn Breloh, Hachmann und Bates hatten mit ihrer Kraftanstrengung Geld für den Wiederaufbau der Fort-National-Schule gesammelt. 3.100 Euro standen schon beim Start als zugesagte Summe fest - vorausgesetzt, die drei erreichten das Ziel in der vorgegebenen Zeit. Seitdem trudeln immer noch Spenden ein - aktueller Stand: sensationelle 5.002 Euro!
Beflügelt von seinem Erfolg schmiedet das Team schon Pläne für das nächste Projekt: Herausfinden, wie weit man in 24 Stunden kommt. Und die Mitschüler sollen sich mit einem Tippspiel beteiligen können.