Duisburg, 12. Dezember 2011. Mitreißende Gospelmusik hören und gleichzeitig etwas Gutes tun - das konnten die Besucher der Freien evangelischen Gemeinde Duisburg-Warnheimerort am vergangenen Samstag. Der Düsseldorfer Gospelchor Sweet Chariot präsentierte ein vorweihnachtliches Benefizkonzert zugunsten der Kindernothilfe.

Fotos: privat
Fast zwei Stunden lang zündeten die Sänger von Sweet Chariot ein echtes Feuerwerk emotionsgeladener Gospelklänge. Auf dem Programm stand ausschließlich zeitgenössische Black-Gospelmusik, die aus den afroamerikanischen Gemeinden Nordamerikas stammt. Das Repertoire reichte von besinnlichen Liedern, wie „Here I am to worhip", die für Gänsehautstimmung sorgten, bis hin zu schmissigen Gospelhits wie „Lord I lift your name on high". Die Gemeinde ließ sich von der guten Stimmung der Sänger sofort an-stecken. Besonders gut kamen Songs wie „Shout to the Lord" an, die in der Freien evangelischen Gemeinde hinlänglich bekannt sind.
Seinen eindeutigen Höhepunkt fand das Konzert, als die Solistin Andrea Osbringhaus (Alt) auftrat. Sie gab bei dem Lied „Going up yonder" (Ins Jenseits gehen) von Walter Hawkins den Ton an. Nach dem Konzert gab es „Standing-Ovations", die nicht nur den Sängern galten. „Denn Klatschen und Applaus ist immer auch eine Form des Betens zu Gott", erklärte die Chorleiterin Angelika Rehaag, die mehrere Gospelchöre im Rheinland ins Leben gerufen hat. Seit Jahren verfolgt sie das Ziel, die mitreißende, lebensbejahende Kirchenmusik aus den Gemeinden Nordamerikas auch hierzulande einem breiten Publikum bekannt zu machen.

„Wir freuen uns, dass rund 120 Gospelfans zum Konzert erschienen sind", erklärt Ute Rabenau, Sopranistin bei Sweet Chariot und Initiatorin des Konzerts. „Und besonders dankbar sind wir über die Spendeneinnahmen: Über 750 Euro für die Kindernothilfe." Als Mitarbeiterin der Kindernothilfe in Duisburg trägt Ute Rabenau persönlich dafür Sorge, dass die Gelder in das Projekt „Kinderbücher für Afghanistan" fließen.
Bei dem Projekt „Kinderbücher für Afghanistan" verfolgen die Kindernothilfe e. V. und ihre Partnerorganisation „Operation Mercy" das Ziel, Kinder- und Jugendbücher in die afghanischen Landessprachen Dari und Paschtu sowie in Englisch zu übertragen und an afghanische Kinder zu verteilen. Damit trägt die Kindernothilfe wesentlich dazu bei, dass Kinder in Afghanistan Zugang zu Literatur erhalten, die ihrem Alter entspricht. Denn auch wenn sich die Bildung der Kinder und Jugendlichen nach Zusammenbruch des Taliban-Regimes wesentlich verbessert hat, gibt es in Afghanistan bislang praktisch keine Kinderliteratur.