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Erfurt/Thüringen: Völkermord, Strafe und Gerechtigkeit - spannende Podiumsdiskussion

Wie können Überlebende mit Tätern in der Nachbarschaft weiterleben? Wie kann eine juristische Aufarbeitung zum Aufbau einer menschenrechtlich fundierten Zivilgesellschaft beitragen? Wie kann eine Gesellschaft nach einem Völkermord weiterexistieren? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der Podiumsdiskussion am 27. Juni 2012 im Erinnerungsort Topf&Söhne. Zahlreiche Gäste erschienen zu diesem spannenden Abend.

Freundeskreis ErfurtzoomFoto: Kindernothilfe Der Völkermord in Ruanda hat tiefe Spuren hinterlassen. Nahezu eine Million Menschen wurden im Zeitraum vom 7. April bis 4. Juli 1994 ermordet. Noch heute leben ehemalige Täter und Opfer in dem kleinen Land in direkter Nachbarschaft und sind mit den schrecklichen Erlebnissen konfrontiert.

Die Podiumsdiskussion widmete sich vor allem der Frage, wie die Gesellschaft nach derart traumatischen Erfahrungen weiterleben kann und wie der Völkermord aufgearbeitet werden kann. Eine besondere Rolle spielen dabei die sogenannen Gacaca-Gerichte, eine traditionelle Gerichtsbarkeit, die nach dem Völkermord etabliert wurde, um die Verbrechen aufzuklären. Im Jahr 2011 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden.

Vertreten waren:

Es moderierte Dr. Martin Borowsky, Richter am Landgericht Erfurt und Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. I

 


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