Brasilien/Primavera: Im VW Käfer zu Patensohn Samuel

Brasilien/Primavera: Im VW Käfer zu Patensohn Samuel

Anna Hackhausen und 18 weitere Personen unterstützen ein Patenkind in der Nähe von Rio de Janeiro. Als Frau Hackhausen ein Praktikum in Brasilien absolvierte, erhielt sie Besuch von ihrer Freundin Dijana Zejcirovic, einem weiteren Mitglied der Patenschaftsgruppe. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, Patensohn Samuel zum ersten Mal im Leben persönlich zu treffen.

Dijana Zejcirovic und Anna Hackhausen besuchten Patenkind Samuel in Primavera, BrasilienzoomFoto: privat Vor über einem Jahr haben wir, eine Gruppe bestehend aus 19 Personen, uns zusammengetan, um gemeinsam eine Patenschaft zu übernehmen. Wir alle spenden einen kleinen Teil und machen so eine große Patenschaft möglich!

Mittlerweile haben wir oft Geld übrig und können so auch größere einmalige Spenden möglich machen, welche wir dem aktuellen Zeitgeschehen in unserer Welt anpassen.

Nun zu unserem Patenkind: Samuel ist acht Jahre alt und lebt in Brasilien in der Nähe von Rio de Janeiro.
Als ich eine Zusage für ein Praktikum im Sommer in Brasilien erhielt, stand fest, dass ich unser Patenkind vor Ort besuchen wollte. Durch die Briefe und Fotos bestand schon ein Kontakt zu ihm, aber wie genau Samuel lebt, wie die Umgebung aussieht, die Gemeinde, das waren unglaublich viele spannende Fragen, die man sich vor solch einem Besuch stellt.

Ich war froh, als es hieß, dass mich eine Freundin, die ebenfalls Mitglied unserer Gruppe ist, besuchen kommt und wir somit gemeinsam unser Patenkind besuchen werden.

Schon in Deutschland haben wir Kontakt zur Kindernothilfe aufgenommen und von unserem Vorhaben berichtet. Sie hat uns sofort begeistert an die Partnerorganisation vor Ort, PROFEC, weitergeleitet. Daraufhin hatten wir regen E-Mail Kontakt mit PROFEC, wir wurden gefragt, wie wir uns den Besuch vorstellen, und wurden in die komplette Planung mit eingebunden. Unser Wunsch war ebenfalls, auch die Organisation vor Ort kennenzulernen.

Dijana Zejcirovic und Anna Hackhausen besuchten Patenkind Samuel in Primavera, BrasilienzoomFoto: privat Wir machten einen Termin aus und pünktlich an diesem Tag wurden wir von unserem Zuhause abgeholt. In der Organisation angekommen, wurden wir zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Im Anschluss haben wir eine kleine Führung durch die überschaubare Geschäftsstelle bekommen und wurden jedem Mitarbeiter persönlich vorgestellt.

Später haben wir uns dann in Begleitung von drei PROFEC-Mitarbeitern in einem VW Käfer auf den Weg nach Primavera gemacht. Dort lebt unser Patenkind. Der Ort liegt weit außerhalb, und schon die Fahrt war abenteuerlich. Die Gemeinde war klein und sehr naturbelassen. Samuel lebt auf einem Hof mit seiner Familie, die uns alle freudig begrüßten, wobei Samuel sich zunächst versteckte, da er etwas eingeschüchtert von unserem Besuch war. Das kann man aber einem Achtjährigen natürlich nicht böse nehmen. Die vorhandenen Sprachkenntnisse ermöglichten sogar ein kurzes Gespräch mit Samuels Familie, und auch die Mitarbeiter PROFECs standen uns zur Seite.

Samuel und seine Geschwister haben sich sehr über die mitgebrachten Mitbringsel gefreut, wobei der Fußball von Samuel unbeachtet blieb, da er keinen Fußball mag, dafür hat sich sein großer Bruder umso mehr darüber gefreut.

Leider war der Besuch viel zu kurz und schon nach kurzer Zeit mussten wir uns auf den Rückweg begeben. Schnell haben wir uns noch den Ort angeschaut und die Gemeinde, da mit den Spenden auch der gesamte Ort unterstützt wird.

Es war ein sehr aufregender und spannender Tag, vielleicht sogar der aufregendste Tag unserer Reise durch Brasilien, noch jetzt denken wir oft an die gewonnen Eindrücke zurück und hätten uns gewünscht, den Besuch auszudehnen, um uns gegenseitig richtig kennenzulernen.


 


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