Paten gesucht!Das schmutzige Geschäft mit Kindern blüht. Armut, zerrüttete Familienverhältnisse und fehlende Perspektiven machen den Handel mit Kindern leicht. In Bahir Dar, der Hauptstadt des äthiopischen Regionalstaates Amhara, werden häufig besonders junge, ahnungslose Mädchen Opfer skrupelloser Kinderhändler. Auf der Suche nach einem besseren Leben landen die Kinder in einem der dunklen Bordelle der Stadt. Allein finden sie keinen Ausweg.
Mit einer Schutz-Patenschaft können Sie helfen!
Wir wollen in mit Ihrer Unterstützung in Bahir Dar ein neues Projekt starten, das 450 betroffenen Mädchen Schutz und Perspektiven bietet und den Kinderhandel in der Region nachhaltig bekämpft. Helfen Sie mit!
Hintergrund: Tatort Busbahnhof
Zenebe (Name geändert) ist dreizehn Jahre alt. Seit ihre Mutter wieder geheiratet hat, ist sie täglich den brutalen Schlägen und Beschimpfungen ihres Stiefvaters ausgeliefert. Das junge Mädchen hat nur einen Wunsch: davonlaufen.
Als Zenebe erfährt, dass es in Bahir Dar, der Hauptstadt des äthiopischen Regionalstaates Amhara, Arbeit gibt, bleibt sie eines Tages nach der Schule einfach im Bus sitzen. Sie fährt immer weiter bis zur Endhaltestelle, dem Busbahnhof der „vielversprechenden" Stadt.
Falsche Versprechen
Am Busbahnhof werden junge, ahnungslose Mädchen wie Zenebe sofort erkannt: Gewissenlose Kinderhändler treiben hier ihr schutziges Geschäft. Edith Gießler, Projektkoordinatorin bei der Kindernothilfe: „Die Mädchen werden mit kühnen Versprechungen gelockt: Arbeit, etwas zu Essen, eine Unterkunft. Für die ahnungslosen Kinder klingt das zunächst wirklich nach einem besseren Leben."
Skrupellos
Die Hoffnung der Mädchen zerschlägt sich schnell, viele landen in einem der dunklen Bordelle der Stadt. In schmuddeligen Räumen verkaufen sie ihre Körper, Tag für Tag. Den Verdienst teilen sich Kinderhändler und Bordellbesitzer, für die Mädchen bleibt nichts. „Sie bekommen zwar etwas zu essen", sagt Gießler betroffen, „schlafen müssen sie aber auf der Straße. Die Bordellbesitzer nutzen die hilflose Situation der Mädchen schamlos aus." Die Idee, wieder davonzulaufen, liegt nahe - aber die Mädchen wissen nicht wohin.
Foto: Uta Rademacher, Äthiopien. Mädchen brauchen besonderen Schutz.
Ein Schutzhaus für Mädchen (Proj. 60872/AA/12)
Mit Ihrer Hilfe wollen wir in Bahir Dar ein neues Projekt starten, erfahrene Partnerorganisation vor Ort ist OPRIFS*. Projektkoordinatorin Edith Gießler: „Wir werden ein Schutzhaus anmieten, in dem die Mädchen sechs bis zwölf Monate bleiben können. Hier bekommen sie etwas zu Essen, werden medizinisch versorgt und psychologisch betreut."
Kinderhandel verhindern
Geplant ist außerdem, Kontakt zu den Familien zu knüpfen und Mädchen wie Zenebe wieder nach Hause zurückzuführen. Damit sich ihre Situation auch dort verbessert, werden die Familien beraten und eine zeitlang begleitet. Gießler: „Wir planen außerdem, 730 Familien, deren Töchter akut von Kinderhandel bedroht sind, über die Gefahren und Folgen aufzuklären." OPRIFS setzt dabei auch auf die Vernetzung mit anderen Organisationen. Und auf Lobbyarbeit. „Wir müssen das Bewusstsein für Kinderhandel schärfen. In den Familien, in den Gemeinden, bei Polizei und Strafverfolgungsbehörden. Nur so haben wir nachhaltig Erfolg im Kampf gegen dieses furchtbare Verbrechen."
Helfen Sie mit: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 450 betroffenen Mädchen Schutz und Perspektiven bieten und den Kinderhandel nachhaltig bekämpfen.
Bitte übernehmen Sie eine Schutz-Patenschaft.
Ihre Patenschaft
Mit einer Schutz-Patenschaft unterstützen Sie einen Platz in unserem Schutzhaus, in dem die Mädchen Zuflucht und Hilfe finden. Viele haben Schlimmes erlebt. Zum Schutz ihrer Identität veröffentlichen wir ihre Namen und persönlichen Lebensumstände nicht - bitte haben Sie Verständnis. Zweimal im Jahr erhalten Sie einen Bericht über die Fortschritte und Entwicklungen der Mädchen im Projekt.
Spenderservice