Mit zerstörerischer Wucht fegte der Wirbelsturm „Washi" über die Insel Mindanao im Süden der Philippinen. Mehrere hundert Menschen starben, die Zahl der Vermissten liegt noch deutlich höher. Der Kindernothilfe-Partner KRI will vor allem den Kindern in den Evakuierungszentren helfen.

Der Kindernothilfe-Partner KRI hilft den Menschen mit psychosozialer Betreuung. Foto: Kindernothilfe
Das Ausmaß der Sturzflut wird erst langsam deutlich: Immer wieder werden Leichen geborgen, Häuser und Straßen sind zerstört und unter Schlamm begraben. Vor allem die Städte Cagayan de Oro und Iligan sind von den katastrophalen Auswirkungen des Taifuns betroffen. 35.000 obdachlose und zum Teil schwer verletzte Menschen wurden vorerst in Rettungszentren untergebracht.
Der Kindernothilfe-Partner KRI ist die wichtigste Kinderrechtsorganisation in Iligan und unterstützt die Friedensentwicklung in der Region. Denn die Menschen hier leiden seit Jahrzehnten unter dem bewaffneten Konflikt zwischen muslimischen Rebellen und der philippinischen Armee. Viele Kinder tragen nach den gewaltsamen Kämpfen schwere Traumata davon. Das Projektgebiet von KRI liegt im Hinterland der Stadt Iligan. Dank ihrer Höhenlage blieb die Region von der Überschwemmung verschont. Da sich KRI aber speziell der Traumaverarbeitung von Kindern annimmt, prüft die lokale Hilfsorganisation jetzt, wie sie besonders den Kindern in den Evakuierungszentren mit psychosozialer Betreuung helfen kann.
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