(Duisburg/ Escuintla, 3. November) Starke Überschwemmungen setzten im Departament Escuintla im Süden Guatemalas 36 Dörfer unter Wasser. 10.000 Kinder und Erwachsene sind direkt von der Katastrophe betroffen. Kindernothilfe leistet Soforthilfe und versorgt die Menschen mit Trinkwasser, Medikamenten und Nahrungsmitteln wie Mais, Bohnen und Reis. Außerdem sind Ärzte im Einsatz, um die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung einzudämmen und den Ausbruch von Epidemien zu verhindern.
Dramatische Rettungsaktionen
Alba de Arzú, die Koordinatorin des Kindernothilfe-Programms in Guatemala berichtet: "Das Wasser in den Straßen und den Häusern steht bis zu 1,50 Meter hoch. Wohnhäuser, Wege, Straßen und Brücken wurden zerstört. Die Familien haben alles verloren. Viele sind völlig verzweifelt: Kaum haben sie sich von den Folgen des Hurrikan 'Stan' erholt, nahm ihnen das Hochwasser jetzt erneut die Ernte eines ganzen Jahres, zerstörte ihr Saatgut, ihre Werkzeuge und riss die Haustiere mit sich."
Fotos: Kindernothilfe
Katastrophe wiederholt sich
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Hurrikan-"Stan"-Katastrophe, die in Guatemala 1.600 Menschenleben kostete und ganze Landstriche auf Jahre hinaus verwüstete, wird die Region erneut von starken Tropenregen und Unwettern heimgesucht. Schon nach wenigen Tagen stellten sich in der "Costa Sur" Guatemalas erhebliche Gesundheitsprobleme ein: Das oftmals stark verunreinigte und verseuchte Wasser verursacht Hauterkrankungen, aber auch gefährliche Magen-Darm-Infektionen, Bronchial- und Lungenentzündungen, unter denen besonders Kinder und ältere Menschen leiden.
Opfer brauchen dringend Hilfe
Gemeinsam mit den beiden Kirchengemeinde San Pablo in dem Küstenort Puerto de San José und Shalom in Nueva Concepción hat die Kindernothilfe einen Aktionsplan entwickelt. Sie unterstützt die Opfer in den am stärksten betroffenen Dörfern mit Trinkwasserkanistern, Medikamenten, Mais, Bohnen, Reis und Öl. An der Hilfskampagne für die Überschwemmungsopfer sind auch Ärzte beteiligt, um die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden einzudämmen und den Ausbruch von Epidemien zu verhindern.
Bitte helfen Sie den Opfern - jede Spende zählt!