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Action!Kidz engagieren sich mit Natalia Wörner im Berliner Reichstag

(Duisburg/Berlin, 08.10.07) Am Dienstag, 9. Oktober, sind 40 Berliner Schülerinnen und Schüler mit der Kindernothilfe zu Gast im Deutschen Bundestag. Im Abgeordnetenrestaurant präsentieren die Kinder gemeinsam mit Schauspielerin Natalia Wörner und dem Vorstandsvorsitzenden der Kindernothilfe, Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Abgeordneten aller Fraktionen die bundesweite Aktion "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit".

Krankenhaus Nr.3zoomKindernothilfe-Botschafterin Natalia Wörner in einem Projekt in Russland. Foto: Kindernothilfe Im Anschluss an das Gespräch verrichten die Schülerinnen und Schüler aus Solidarität mit ihren in Armut lebenden Altersgenossen selbst „Kinderarbeit": Aus typischen Bauchläden verteilen sie Berliner Pfannkuchen an die Besucher des Reichstags und bitten um eine Spende. Der Erlös der Aktion kommt Kindern in Haiti zugute, die der Sklavenarbeit entfliehen konnten und nun in einem Schutzhaus der Kindernothilfe Obdach und Schulbildung erhalten.

BVB-Spieler für Action!Kidz zoomAuftakt der Action!Kidz-Aktion beim BVB in Dortmund. Foto: Kindernothilfe Action!Kidz: Kinder gegen Kinderarbeit
Mit der bundesweiten Kampagne „Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" unter der Schirmherrschaft von Christina Rau rückt die Kindernothilfe das soziale Engagement von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Um ein Zeichen gegen Kinderarbeit zu setzen, helfen engagierte Kinder und Jugendliche in Deutschland tatkräftig in Haushalt und Garten bei Verwandten, Nachbarn oder Freunden.

Die Kindernothilfe ruft bundesweit Kinder und Jugendliche auf, sich im Aktionsmonat Oktober im Rahmen der „Action!Kidz" zu engagieren. Kostenlose Infopakete erhalten Kinder und Jugendliche, Lehrer, Erzieher und Jugend-Betreuer hier.

53451_205x136_1280x853_0x0zoomMädchen in Haiti. Foto: Jürgen Schübelin Sklavenkinder in Haiti
In diesem Jahr setzen sich die Action!Kidz für Kindersklaven in Haiti ein. Die so genannten Restavèks werden täglich bis zu 16 Stunden als versklavte Hausangestellte ausgebeutet und nicht selten sogar sexuell missbraucht. Sie sind rechtlos, abhängig und ausgeliefert. Viele der mindestens 175.000 Restavèks sind erst fünf Jahre alt. Für diese Kindersklaven hat die Kindernothilfe gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation ein Schutzhaus in einem Armenviertel der Haitischen Hauptstadt Port-au-Prince eingerichtet. Hier finden rund 75 Mädchen Zuflucht und können wieder zur Schule gehen. 300 Kinder werden von Sozialarbeitern ambulant betreut. Mit Unterstützung der Kindernothilfe finden diese Kinder einen Ausweg aus der Kinderarbeit und erhalten eine echte Chance auf Ausbildung und Beruf.

Kinderarbeit: 190 Millionen Kinder arbeiten
Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation, Bericht von Juni 2006) arbeiten weltweit 190 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Armut treibt viele Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Viele Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Sie erhalten die Möglichkeit, zur Schule zu gehen und damit eine Perspektive für eine bessere Zukunft.

 

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Stichwort: Z57220, Action!Kidz-Projekt, Haiti

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