
Foto: R. Krämer
(Duisburg, 17.10.2007) Rund 100 Mitarbeiter der Kindernothilfe haben sich heute an der weltweit laufenden Kampagne „Stand Up & Speak out" beteiligt. Am Aktionstag gegen Armut unterbrachen sie gegen 10 Uhr ihre Arbeit und setzten ein Zeichen im Kampf gegen Armut.
Zu der internationalen „Stand Up & Speak out"-Aktion riefen die Vereinten Nationen im Rahmen ihrer Millenniumskampagne Menschen auf der ganzen Welt auf. Die Aktion soll die verantwortlichen Regierungen daran erinnern, dass sie mit den Millenniumszielen versprochen haben, die Armut weltweit bis 2015 zu halbieren.
Überall auf der Welt sollten Menschen am UN-Tag zur Armutsbekämpfung gemeinsam für die Umsetzung der UN-Millenniumsziele aufstehen, sich fotografieren lassen und das Foto an die Veranstalter senden.
Die Kindernothilfe-Mitarbeiter unterstützen die Aktion: Sie versammelten sich hinter der Duisburger Geschäftstelle und ließen sich gemeinsam fotografieren. Auch einige Kindernothilfe-Arbeitskreise und -Partnerorganisationen im Ausland machten bei der Aktion mit.
Im vergangenen Jahr haben sich über 23 Millionen Menschen in 86 Ländern beteiligt, darunter auch die Mitarbeiter der Kindernothilfe.
Die acht UN-Millenniums-Entwicklungsziele stehen für eine gerechtere Globalisierung, die Armut mindern und Frieden sichern soll. Sie sind aus der UN-Millenniumserklärung hervorgegangen, die im Jahr 2000 von 189 Staaten, unter ihnen Deutschland, verabschiedet wurde. Die Ziele sollen 2015 erreicht sein. Ihre Umsetzung ist jedoch zum Teil erheblich gefährdet. So leiden in Südasien noch immer 46 Prozent der Unter-Fünfjährigen an gravierendem Untergewicht. Auch im südlichen Afrika und in Südost-Asien ist jedes dritte Kind unter fünf Jahren unterernährt. Im südlichen Afrika stirbt noch immer fast jedes 5. Kind, bevor es seinen fünften Geburtstag erreicht.
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