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Dürre in Swasiland: Kindernothilfe und Auswärtiges Amt versorgen 14.300 Menschen mit Trinkwasser

(Duisburg, 2. August 2007) Zusammen mit dem Auswärtigen Amt versorgt der Kindernothilfe-Partner ACAT 14.300 Menschen in Swasiland mit sauberem Trinkwasser. Das kleine Land im südlichen Afrika leidet unter einer der schlimmsten Dürren seit Jahren. Die Ernten fielen schlechter aus als je zuvor aus. Für mehr als 400 000 Menschen werden Lebensmittel und Trinkwasser knapp. Besonders Kinder sind betroffen: In Swasiland leben rund 80.000 Aidswaisen.

53105_205x130_822x525_392x115zoomFoto: Karl Pfahler In den von der Dürre betroffenen Regionen Shiselweni und Lubombo hat der Kindernothilfe-Partner ACAT 100 Nachbarschafts-Hilfszentren eingerichtet. Dort betreuen freiwillige Helferinnen aus den umliegenden Dörfern Aidswaisen und andere besonders bedürftige Kinder. 40 dieser Zentren werden nun während der Dürre genutzt, um Kinder und Familien mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Das Wasser wird angeliefert und in 10.000-Liter-Tanks gespeichert. Für zehn der Zentren kauft ACAT neue Wasserspeicher. Außerdem setzt ACAT einen Brunnen instand.

25.000 Euro vom Auswärtigen Amt
Das Wasser wird nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Zubereitung der vom World Food Programme (WFO) der Vereinten Nationen verteilten Lebensmittel-Rationen lebenswichtig. Insgesamt sichern die Maßnahmen die Versorgung von mehr als 14.000 Menschen. Das Auswärtige Amt fördert die Hilfe mit 25 000 Euro.

Jeder Dritte mit HIV infiziert
In Swasiland leben zwei Drittel der Menschen von weniger als einem Dollar pro Tag. Neben wiederkehrenden Dürren ist vor allem HIV/ Aids die Ursache. Das Land hat die höchste HIV-Infektionsrate weltweit: Jeder dritte Erwachsene ist infiziert. Nach UN-Angaben leben in Swasiland etwa 80.000 Kinder, die einen oder beide Elternteile durch Aids verloren haben. Bis 2010, so Schätzung, steigt die Zahl der Aidswaisen auf 120.000.

Anlaufstellen für bedürftige Kinder
Die Kindernothilfe und ihr Partner ACAT fördern darum 100 Zentren, in denen sich Freiwillige aus den umliegenden Dörfern um bedürftige Kinder kümmern. Ohne solche Unterstützung wären viele Waisen auf sich allein gestellt. In den Zentren bekommen sie Essen, die geschulten Helferinnen unterstützen die Kinder auch bei der Aufarbeitung ihrer Erlebnisse. Jungen und Mädchen bekommen - so weit möglich - Vorschulunterricht.

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Selbsthilfe-Gruppen
Darüber hinaus unterstützt ACAT Frauen, die sich in Selbsthilfe-Gruppen zusammen schließen. Gemeinsam sparen sie Geld und vergeben reihum kleine Kredite, mit denen sie wichtige Anschaffungen finanzieren. In den Gruppen lernen die Frauen außerdem, auch mit wenig Wasser Felder und kleine Gärten zu bewirtschaften.

Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dauerhaft die Situation in Swasiland zu verbessern. Die Dorfgemeinschaften werden dabei unterstützt, trotz widriger Umstände für sich und die Waisen zu sorgen.


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