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Welttag zur Vorbeugung von Kindesmissbrauch – Kindernothilfe fordert Schutz von Mädchen und Jungen

12287_270x405_853x1280_0x0zoomIn den Tagesstätten von Jagruthi in der indischen Metropole Bangalore finden Mädchen und Jungen Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch.
Foto: Ralf Krämer
(Duisburg, 16. November 2007) Die Kindernothilfe ruft gemeinsam mit 781 Organisatio-nen in 128 Ländern dazu auf, Kinder und Jugendliche zu stärken und vor sexueller Gewalt zu schützen. Außerdem beteiligt sie sich anlässlich des Welttages am 19. November an einer Aktion auf dem Düsseldorfer Flughafen.

Als Mitglied von ECPAT Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, macht die Kindernothilfe am 19. November ab 16.00 Uhr bei der Aktion "Grenzen einhalten" auf dem Düsseldorfer Flughafen mit. Jugendliche aus mehreren NRW-Städten werden in der Abflughalle des Flughafens mit roten Tüchern ein Stoppschild gestalten. Sie wollen damit ausdrücken, dass Erwachsene die Grenzen einhalten sollen.

Zum Welttag haben die 781 Organisationen ein Manifest herausgegeben. „Wir brauchen eine Kultur der Prävention", heißt es darin. „Die Kinder warten auf Anführer, die ihre Verantwortung für die Menschenrechte wahrnehmen und ihre Versprechen halten. Prävention fordert von jedem von uns, Stellung zu beziehen und sich aktiv für Veränderungen einzusetzen, damit wir eine lebenswerte Welt für Kinder schaffen."

40 Millionen Kinder leiden unter Missbrauch und Vernachlässigung
Sie werden verschleppt, verkauft, in Bordellen gefangen gehalten und vergewaltigt. Eines von vier Mädchen und einer von neun Jungen werden sexuell missbraucht, bevor sie 18 Jahre alt sind. Über eine Million Kinder werden jedes Jahr in der Sex-Industrie ausgebeutet. Immer mehr Länder werden zum Urlaubsziel von Reisenden, die sich an Kindern sexuell vergreifen. Sextourismus, familiäre sexuelle Gewalt und die zahlreichen Vergewaltigungen in kriegerischen Auseinandersetzungen haben entsetzliche Auswirkungen auf Körper und Seele der Mädchen und Jungen.

"Jagruthi" - Schutz vor Missbrauch 
Die Kindernothilfe engagiert sich seit langem gegen Kinderprostitution, Kinderhandel und Kinderpornografie. In der indischen Millionenstadt Bangalore z. B. fördert sie das Projekt „Jagruthi". Über 15 Prozent der indischen Prostituierten sind minderjährig. Eltern wissen oft keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder in die Prostitution zu verkaufen, um das tägliche Überleben der Familie zu sichern. Die Mitarbeiter von „Jagruthi" zeigen den Kinder Wege aus dem Milieu und ermutigen sie, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. In zwei Tagesstätten finden rund 50 Söhne und Töchter von Prostituierten Schutz, die ansonsten ihre Mütter ins Rotlichtmilieu begleiten müssten und dort bald selbst missbraucht würden. Bei „Jagruthi" bekommen sie die Chance, in einer kindgerechten Umgebung aufzuwachsen.

Kontakt:
Susanne O'Byrne
Telefon 0203.7789-133


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