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KD-Bank eG
Stichwort: Z57322, Brasilien, Überschwemmung
Bei Überschwemmungen und Erdrutschen im Süden Brasiliens sind mehr als 100 Menschen gestorben, darunter mehr als 30 Kinder. 80.000 Bewohner der Provinz Santa Catarina mussten evakuiert werden. Die Kindernothilfe stellt 48.500 Euro Soforthilfe für die Opfer der Katastrophe bereit und bittet um Spenden.
In der Stadt Blumenau haben die seit drei Monaten andauernden, ungewöhnlich starken Regenfälle und Erdrutsche viele Menschen obdachlos gemacht. Betroffen sind auch etwa 400 Kinder und Jugendliche aus den Elendsvierteln der Stadt, die in einer Tagesstätte der Kindernothilfe gefördert werden. Ihre Familien haben alles verloren, leben in Notunterkünften. Es fehlt an sauberem Trinkwasser und Nahrung. Unter den obdachlosen Mädchen und Jungen sind auch Kinder, die durch Patenschaften gefördert werden.
Familien benötigen drigend Lebensmittel, Decken und Hygieneartikel
Die Mitarbeiter der Tagesstätte „Lar Betânia" verteilen Lebensmittel, Decken und Hygieneartikel sowie die notwendigsten Haushaltsartikel wie Besteck und Kochgeschirr. Außerdem muss das Dach des Gebäudes repariert werden. Auch 30 Kleinbauern-Familien benötigen dringend Hilfe: Die Wassermassen haben ihre Felder komplett zerstört. Damit ihnen kein Hunger droht, bekommen sie Saatgut.
Erdrutsch in Blumenau. Foto: Luis Paulo Arena Alves
Die Ärmsten trifft die Katastrophe besonders hart
Schon unter normalen Umständen ist das Leben für die betroffenen Familien in Blumenau hart. Die Eltern haben meistens Tagelöhner-Jobs oder sind arbeitslos. Sie leben in schäbigen Hütten ohne Strom und sanitäre Einrichtungen. Sauberes Wasser fließt oft nur unregelmäßig. Viele Kinder sind unterernährt, leiden an Atemwegserkrankungen, haben Läuse oder Parasiten. Die Tagesstätte „Lar Betânia" fördert rund 350 Mädchen und Jungen aus armen Familien. Sie bekommen dort gesunde Mahlzeiten, werden regelmäßig ärztlich untersucht und versorgt. Die jüngeren gehen in den Kindergarten, die älteren bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben. Jugendliche können eine Ausbildung als Bäcker oder Schneiderin machen.
Die aktuelle Situation im Süden Brasilien ist weiterhin bedrohlich: Es regnet weiterhin. Der Ausbruch von Seuchen droht, noch immer hunderte von Straßen überflutet oder durch Erdrutsche bedroht.
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