(Duisburg/Rangun, 8. Mai) Die ersten von der Kindernothilfe finanzierten Hilfsgütertransporte sind auf dem Weg in das Katastrophengebiet. Ein mit sieben Tonnen beladener LKW mit Reis, Weizen und Plastikplanen ist von der thailändischen Grenze aus in Richtung Rangun aufgebrochen. Ein weiterer lokaler Partner hat ein Flugzeug mit Hilfsgütern gechartert, das die Opfer in der Delta-Region versorgen soll. Im Süden Ranguns verteilt ein Netzwerk aus freiwilligen Helfern Pakete aus Reis, Öl und Bohnen. Noch kann dieses Netzwerk auf die lokalen Märkte zurückgreifen, auch wenn die Preise rasch ansteigen.
So kostete eine solche Verteilaktion an 236 Familien vor dem Zyklon rund 800 Euro, inzwischen haben sich die Preise dafür beinahe verdreifacht. Nach Informationen der Helfer ist es fraglich, wie lange sie noch auf Ressourcen in der Stadt zurückgreifen können.
Nach Augenzeugenberichten aus Rangun hat es heute sehr stark geregnet. Viele Tausende Menschen sind mit Schüsseln auf die Straßen gegangen, um das Wasser einzufangen.
Der Wassermangel und die damit einhergehende mangelhafte Hygiene machen sich nach Informationen von Helfern vor Ort jetzt durch erste Durchfallerkrankungen bemerkbar.
Wer derzeit für die Opfer des Zyklons in Birma spenden will, kann aus einer langen Liste von Organisationen auswählen. Burkhard Wilke, Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) in Berlin, hob heute gegenüber der DPA hervor, dass unter anderem die Kindernothilfe auf Hilfe für den Wiederaufbau spezialisiert sei.
(Meldung in der Kölnischen Rundschau)
Achtung Redaktionen:
Dietmar Roller, Auslandsvorstand der Kindernothilfe, steht in ständigem Kontakt mit den Helfern vor Ort und steht für Interviews zur Verfügung.
Weitere Informationen:
So arbeitet die Kindernothilfe im Katastrophenfall
WDR-Beitrag: Helfer aus NRW in Birma
Hochauflösendes Foto von Dietmar Roller
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