
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (Mitte), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (links) und Rolf-Robert Heringer von der Kindernothilfe beim "Fairen Frühstück". Foto: Ralf Krämer
(Duisburg, 23. September 2008) Mit einem „Fairen Frühstück" im Duisburger Rathaus machten die Kindernothilfe und Oberbürgermeister Adolf Sauerland auf die Bedeutung fair gehandelter Produkte für Kinder in Armutsregionen aufmerksam. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der „Fairen Woche", die in diesem Jahr unter dem Motto "Doppelt gut! Bio im Fairen Handel" noch bis zum 28. September in ganz Deutschland stattfindet. Mittlerweile tragen etwa 80 Prozent der Produkte aus Fairem Handel auch eine Bio-Zertifizierung.
„In den letzten zehn Jahren gab es beim Fairen Handel Wachstumsraten von einigen hundert Prozent. Fair gehandelter Tee und Kaffee haben inzwischen Marktanteile von zwei bzw. fünf Prozent erreicht", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. Für ihn gehören die konkrete Projektförderung und die Unterstützung des Fairen Handels zusammen, da dieser gerechtere Strukturen aufbaut und Kleinbauernfamilien aus Abhängigkeit und Ausbeutung herausholt.
Fairer Handel: Weg aus der Armut, Schutz für Kinder
Wie erfolgreich das sein kann, zeigt die Arbeit des irischen Paters Shay Cullen in den Philippinen. Die Kindernothilfe und ihr Partner PREDA arbeiten seit Jahren zusammen und setzen sich auch für die Produktion fair gehandelter Mangos ein. Shay Cullen: „Die Mango-Kleinbauern erzielen durch Fortbildungen und die Vermarktungshilfen ein besseres Einkommen und kommen aus der extremen Armut heraus. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs von Kindern, und die Anzahl der Mädchen und Jungen in Kinderprostitution wird deutlich reduziert. Außerdem haben die Familien mehr Geld, um ihren Kinder eine Schulbildung zu finanzieren."
FairZeichnis als Wegweiser zu fair gehandelten Produkten
Die Duisburger haben mittlerweile eine große Auswahl an fair gehandelten Produkten in der Stadt. Im dem 2006 erschienenen FairZeichnis finden Interessierte Adressen und Einkaufsläden. Auch die großen Handelsketten wie etwa Rewe bieten mittlerweile eine Vielzahl fair gehandelter Produkte an. Das FairZeichnis kann in der Geschäftsstelle der Kindernothilfe angefordert werden:
Kindernothilfe
Düsseldorfer Landstraße 180
47249 Duisburg
Das "Faire Frühstück" im Duisburger Rathaus wurde vom vegetarischen Fairtrade-Café "sattgrün" aus Düsseldorf ausgerichtet, das für seine Speisen Zutaten aus dem fairen Handel verwendet.
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