
Junge in einem überfluteten Dorf. Foto: Akash
(Duisburg, 2. Juni 2009) Die Kindernothilfe stellt 20.000 Euro für die Opfer des Wirbelsturms Aila in Bangladesch bereit. Der Kindernothilfe-Partner HEED leistet Soforthilfe und verteilt Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente. Mitarbeiter verteilen 1750 Lebensmittelpakete mit Öl, Reis, Milch, Kartoffeln und Zucker, 1550 Fünf-Liter-Kanister sauberes Wasser und 1000 Pakete mit Medikamenten und Mitteln gegen Dehydrierung. Diese droht, weil es kaum Trinkwasser gibt.
In der Katastrophenregion hat die Kindernothilfe gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung nach dem verheerenden Zyklon Sidr 2007 den Bau von vier Schulen gefördert. Diese sind sturmsicher und als Schutzräume für die Dorfbewohner gebaut. „Diese Zentren haben nun gute Dienste geleistet und jeweils mehr als vierhundert Menschen Schutz geboten", so Detelef Hiller, der die Projekte vor wenigen Wochen besuchte. Auch die Ausbildung von Freiwilligen im Katastrophenschutz hat sich bewährt. Die Helfer erhielten Sturmwarnungen und informierten umgehend die übrigen Dorfbewohner.

Schule, die auch als Schutzzentrum dient. Foto: Hiller
500.000 Menschen evakuiert
Der Sturm traf das Land am 25. Mai mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern und trieb hohe Flutwellen in die Küstengebiete. 500.000 Menschen wurden evakuiert. Mehr als 200.000 Häuser wurden im Süden Bangladeschs zerstört. Die Flutwellen haben Brunnen und Felder verseucht, Nahrungsmittelvorräte vernichtet. Darum sind Tausende auf Hilfe angewiesen. Besonders Kindern und Säuglingen drohen Mangelernährung und Krankheiten.

Mutter trägt ihr Kind durch die Fluten. Foto: Akash
Zweiter Zyklon innerhalb weniger Wochen
Aila ist bereits der zweite Zyklon innerhalb weniger Wochen, der Bangladesch heimsucht. In der Sturmnacht stieg die Flut wegen des Neumonds besonders hoch, der Wind trieb d as Wasser tief ins Landesinnere. Deshalb wurde die Lebensgrundlage tausender Familien zerstört. Der Zyklon traf viele Regionen, die bereits beim Zyklon Sidr im November 2007 zerstört wurden. Damals starben 3500 Menschen, mindest eine Million Menschen verloren ihre Häuser.
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Die Kindernothilfe bittet um Spenden für die Menschen in den betroffenen Regionen Bangladeschs.
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