
Kinder in einem Kinderzentrum in Birma. Fotos: Kindernothilfe
(Duisburg/ Rangun, 27. April 2009) Ein Jahr nach der verheerenden Flutkatastrophe durch Wirbelsturm „Nargis" in Birma hat die Kindernothilfe 20.000 Kinder, Männer und Frauen durch Wiederaufbau-Projekte und Soforthilfe erreicht. Insgesamt 1,5 Millionen Euro Spendengelder hatte sie erhalten. Das Geld konnte die Organisation aus Duisburg unter anderem in den Bau von Kinderzentren, den Neubau von flutresistenten Schulen und Wohnhäusern investieren. „Dabei ist uns die seelische Verarbeitung der Traumata bei Mädchen und Jungen in den vier Kinderzentren mitten im Delta besonders wichtig" , so Dietmar Roller, Auslandsvorstand der Kindernothilfe. Roller reist zusammen mit Ruprecht Eser, Kindernothilfe-Stiftungsratmitglied, am 1. Mai ins Irrawaddy-Delta, um die Wiederaufbauprojekte zu besuchen.
Aufbau von Kinderzentren
Seit Juli 2008 werden in vier Kinderzentren rund 200 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren täglich betreut. In den Zentren helfen speziell geschulte Erzieherinnen den Mädchen und Jungen, ihre posttraumatischen Belastungsstörungen zu verarbeiten. Provisorische Schulangebote, gemeinsames Spiel und regelmäßige Mahlzeiten helfen bei der Bewältigung des Alltags. Die lokalen Kindernothilfe-Partner haben diese Anlaufstellen zusammen mit den Überlebenden im Distrikt Dedaye aufgebaut und eingerichtet.
Bau sturmsicherer Hütten im Delta.
Ein neues Zuhause für 440 Familien
Darüber hinaus haben die Kindernothilfe-Partner zusammen mit den Betroffenen 440 Häuser geplant und errichtet. Die Häuser stehen auf Holzpfählen, die in den Boden einbetoniert sind. Dank der Verstrebungen und massiven Balken halten diese Wohnhäuser Stürmen von bis zu 200 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit stand.

Kinderzentrum bei Dedaye.
Schulen, die Schutz bieten
Außerdem konnten im Dedaye-Distrikt vier Schulen für insgesamt 477 Kinder erbaut werden. Alle Schulen stehen auf Pfählen und sind so konstruiert, dass sie bei Stürmen der Dorfgemeinschaft als Schutzraum dienen. Die Klassenräume sind ab Juni 2009 bezugsfertig.
Schnelle Hilfe
Durch den Zyklon „Nargis" am 2./3. Mai starben mindestens 134.000 Menschen, mehr als zwei Millionen wurden obdachlos. Die Kindernothilfe war mit ihren lokalen Partner direkt nach der Katastrophe mit Soforthilfe im Einsatz . Sie verteilten Lebensmittelpakete, Säuglingsnahrung und Wasserreinigungstabletten sowie Reis, Öl und Zucker, Kerzen und Solarlampen an die Not leidenden Menschen.
Interview-Angebot: Ruprecht Eser ab 1. Mai in Birma am Telefon, Kontakt über die Pressestelle der Kindernothilfe
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