
Peter Lindner, Alba de Arzú (Kindernothilfe Guatemala), Peter Wochinger und Alfred Antonio Kaltschmitt, Präsident der Partnerorganisation Agros. Foto: Horst Schnörer
(Duisburg/ Sumalito, 14. April 2009) Die Stiftung „La Sonrisa de los Niños" mit Sitz in Köngen hat in Guatemala den Bau einer Schule unterstützt. Zur Einweihung Ende März kamen der deutsche Botschafter Peter Linder und Peter Wochinger, Ministerialrat im baden-württembergischen Finanzministerium und Vorstand der Stiftung „La Sonrisa", in die Gemeinde Sumalito. Die Schule entstand in Kooperation mit dem Hilfswerk Kindernothilfe.
„Wir freuen uns, dass 250 Schülerinnen und Schülern endlich eine weiterführende Schule besuchen können", so Wochinger. Die kleinen Maya-Dörfer rund um Santa María Nebaj, 180 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt, liegen so weit auseinander, dass die Kinder früher mehr als zehn Kilometer zu Fuß zur Sekundarschule gehen mussten. Außerdem konnten sich viele Kleinbauern die Schulgebühren nicht leisten.
200.000 Euro für den Schulbau
Dank des Engagements der Stiftung „La Sonrisa de los Niños" („Das Lächeln der Kinder") ist dies jetzt anders. Die gemeinnützige Stiftung aus Köngen hat den Schulbau, die Ausstattung der Schule und den noch laufenden Bau von Schlafsäle für den Internatsbetrieb mit mehr als 200.000 Euro ermöglicht.
"Perfekte Ergänzung für Gemeinwesenprojekt"
„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die Stiftung ‚La Sonrisa'. Der Schulneubau ergänzt das gemeinwesenorientierte Projekt, das die Kindernothilfe in Sumalito fördert, perfekt", sagt Jürgen Schübelin, Leiter des Lateinamerika-Referats der Kindernothilfe.

Die neue Schule. Foto: Horst Schnörer
Kindernothilfe fördert Kleinbauernfamilien und ihre Kinder
In Sumalito leben 102 Kleinbauern-Familien. Sie wohnen in Lehmhäuschen ohne Strom, Trinkwasser und sanitäre Anlagen. Die Mehrheit der Kinder leidet unter Mangel- oder Unterernährung. Nur 65 Prozent der Mädchen und Jungen besuchen die Grundschule. Die Kindernothilfe fördert in Sumalito ein Projekt der guatemaltekischen Organisation Fundación Agros. Die Bauern lernen neue Anbau- und Zuchtmethoden und erhalten Unterstützung bei der Gründung von Spargruppen. So verbessert sich das Einkommen der Familien. In dem Dorf wurden bereits die Grundschule erweitert, ein kleiner Kindergarten geschaffen sowie ein Spielplatz errichtet sowie der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Latrinen ermöglicht.
Mit der Kindernothilfe kooperiert der engagierte Köngener Peter Wochinger seit 20 Jahren. Eine ganze Reihe von Bau- und Infrastrukturvorhaben konnten dank des rührigen Ministerialrats finanziert werden.
Die vor zwei Jahren gegründete Stiftung „La Sonrisa de los Niños" in Köngen fördert die Bildung und Erziehung von Kindern in Mittelamerika. Die Kindernothilfe mit Sitz in Duisburg feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und unterstützt derzeit mehr als 568.000 Mädchen und Jungen in 28 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
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