
Mädchen in Indien. Foto: Wibiral
(Duisburg/ Berlin, 24. April 2009) Mit einem weltweiten Lesemarathon unter dem Motto "Das große Lesen" sind am 20. April die Globalen Aktionswochen der Globalen Bildungskampagne gestartet.
Es wird erwartet, dass sich weltweit über zehn Millionen Menschen an der Aktion beteiligen. Schülerinnen und Schüler, Prominente, Politikerinnen und Politiker und viele andere Interessierte werden aus dem eigens für die Aktion erstellten "Großen Lesebuch" spannende Geschichten und Texte vieler namhafter Autoren aber auch Beiträge von kürzlich Alphabetisierten lesen.
Mit dem weltweiten Lesemarathon möchte die Globale Bildungskampagne Staats- und Regierungschefs an ihre Versprechen erinnern, bis zum Jahr 2015 "Bildung für alle" sicherzustellen. Mit individuellen Botschaften der Aktionsteilnehmer, die am Ende des "Großen Lesebuchs" eingetragen werden können und die im Vorfeld des diesjährigen G8-Gipfels an die Bundesregierung übergeben werden, soll verstärkt Druck auf politische Entscheidungsträger ausgeübt werden, endlich entschlossen zu handeln um die Bildungssituation in armen Ländern deutlich zu verbessern.
Weltweit haben schon erste Lesungen aus dem "Großen Lesebuch" stattgefunden: In Vietnam schrieben 50.000 Schüler eine gemeinsame Botschaft an ihre Staatsregierung; in Malawi nimmt der Staatspräsident höchstpersönlich an einer Lesung teil. In Dänemark lesen Schüler im Parlament und in Afghanistan beteileigen sich 100 Schulen an einem Lese- und Schreibwettbewerb.
Aktionen in Hamburg und Berlin
Auch in Deutschland finden in vielen Schulen, Bibliotheken und auch in Jugendvollzugsanstalten Lesungen statt. Als Auftaktveranstaltung gab es am 23. April in Hamburg im Curio-Haus eine öffentliche Lesung, an der Prominente, die stellvertretende Bürgermeisterin Hamburgs Christa Götsch sowie Hamburger Schülerinnen und Schüler dabei sein werden. Am selben Tag lasen Berliner Schülerinnen und Schüler vor Mitgliedern des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) aus dem "Großen Lesebuch" und stellen im Anschluss Fragen an die anwesenden Abgeordneten.
Barbara Dünnweller
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