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Botschafterin der Hoffnung für Haiti
Schwester Lops zu Gast bei „Ein Herz für Kinder"

(Duisburg, 20.12.010) Speziell für die Spendengala von „Ein Herz für Kinder" im ZDF wurde Schwester Marie Delivrine Lops von der Partnerorganisation der Kindernothilfe, „Les Petites Soeurs", aus Haiti als Gast eingeflogen. Auf dem roten Sofa berichtete sie vom Wiederaufbau-Projekt der Saint François de Sales-Schule in Rivière Froide, die beim Erdbeben eingestürzt war. „Ein Herz für Kinder" unterstützt die Arbeit der Kindernothilfe maßgeblich durch einen Teil der Spendeneinnahmen.

Schwester LopszoomSchwester Lops mit Vorstand Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (re.) und Rolf Heringer (li.). Foto: Kindernothilfe

Ausdrücklich dankte die Ordensschwester den deutschen Spendern für Ihre bereits geleistete großzügige Unterstützung und den Helfern vor Ort für ihre tatkräftige Arbeit: „Sie sind zu uns gekommen, persönlich, um uns Hilfe zuteil werden zu lassen. Sie haben nicht nur Dinge versprochen, sie haben gehandelt, als ob wir zu ihrem Leben gehören."

 

 

Zu den bewegenden Bildern von Katastrophe und beginnendem Wiederaufbau bat Schwester Lops allerdings auch um weitere Hilfe für das noch zu Leistende.

Auftakt in Duisburg

Zum Beginn ihres ersten Deutschlandbesuches traf Schwester Lops am Donnerstag den Vorstand der Kindernothilfe in Duisburg für ein Gespräch. Die „Aussenministerin" der Petites Soeurs informierte Dr. Jürgen Thiesbonenkamp und Rolf-Robert Heringer über die jüngste Entwicklung im Zusammenhang mit dem im neuen Jahr beginnenden Wiederaufbau der De Sales-Schule. Gleichzeitig überbrachte sie die Einladung zu der von den Petites Soeurs zum Jahrestag der Erdbebenkatastrophe vom 12. Januar vorbereiteten Gedenkfeier für die getöteten 150 Schüler, vier Lehrer und drei Ordensschwestern. „Aber wir wollen an diesem Tag auch aller Welt zeigen, dass das Leben weitergeht", so Schwester Lops, „und mit Kindernothilfe zusammen am Ende dieser Gedenkfeier den Grundstein für die neue Schule legen".

Auf einen Erfolg ihrer Arbeit war die Schwester bei dem Gespräch mit dem Kindernothilfe-Vorstand besonders stolz: „Wir haben es dank Ihrer Hilfe geschafft, schon im April wieder mit dem Unterricht auf dem freigeräumten Ruinengelände zu beginnen. Ende Juni standen dann bereits die von Kindernothilfe finanzierten sechs Pavillions der Notschule. Und jetzt im Dezember hat der gesamte Abschluss-Jahrgang mit Erfolg die Abitur-Prüfungen bestanden!"

Und noch eine gute Nachricht brachte die Besucherin aus Port-au-Prince nach Duisburg mit: Der Gemeinschaft der Petites Soeurs ist es gelungen, in mühsamen Verhandlungen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Carrefour auszuhandeln, dass Kindernothilfe für das Schulneubauprojekt nur die Hälfte der ansonsten anfallenden Bau- und Genehmigungsgebühren bezahlen muss. „Damit haben wir es geschafft, dass sich der haitianische Staat zumindest symbolisch an den Kosten für den Neubau beteiligt", freut sich Schwester Lops.


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