Meldungen 2012

Mach deinen Treffer gegen Kinderarbeit:
Kinder vor Ausbeutung schützen und ihre Rechte stärken

(Duisburg, 12. Juni 2012) Ein deutliches Zeichen gegen Kinderarbeit setzte die Kindernothilfe am Internationalen Tag gegen ausbeuterische Kinderarbeit: Gemeinsam mit Nationalspielerin Linda Bresonik, Ex-Nationalspieler Olaf Thon und Vorstandsmitgliedern des MSV Duisburg machte die Kindernothilfe in der Duisburger Innenstadt auf die dramatischen Arbeitsbedingungen aufmerksam, unter denen Kinder weltweit leiden.

Bildergalerie zur Veranstaltung

Tag gegen Kinderarbeit, Linda BresonikzoomLinda Bresonik mit Action!Kidz - Fotos: Bastian Strauch Das Motto der Aktion „Mach deinen Treffer gegen Kinderarbeit" - mit Torwand und der Verlosung von fair gehandelten Bällen - passt nicht nur zur gerade stattfindenden Fußball-EM. Denn Fußball ist auch in vielen Projekten des weltweit tätigen Kinderhilfswerks ein wichtiger Baustein: Arbeitende Kinder haben oft kaum Zeit zum Spielen - in den Begegnungsstätten der Kindernothilfe allerdings gibt es diesen Raum für Freizeitgestaltung. Statt in die Fabrik oder in den Steinbruch gehen Kinder in unterschiedlichste Unterrichtsprojekte: Auch hier wird in den Pausen häufig Fußball gespielt. Und für arbeitende Straßenkinder ist Fußball oft der erste Schritt, um Vertrauen zu Betreuern zu fassen, die ihnen umfassend helfen.

Um solche Projekte zu finanzieren, informierte die Kindernothilfe an ihren Ständen nicht nur über ihre Arbeit. Etwa 100 Schüler aus Duisburg sammelten darüber hinaus als „Action!Kidz" Spenden, indem sie beispielsweise Passanten die Schuhe putzten. Außerdem halfen die Kinder und Jugendlichen bei der Betreuung der Torwand, an der Interessierte ihren „Treffer gegen Kinderarbeit" machen konnten.

"Kinder müssen weltweit vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt werden und dürfen nicht zu Arbeiten herangezogen werden, die ihre Gesundheit gefährden oder die sie körperlich und seelisch schädigen", sagt Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. Gleichzeitig bietet das Kinderhilfswerk Lösungen: „Wer die Abschaffung von Kinderarbeit fordert, muss auch zeigen, wie Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten können", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe.

Mach deinen Treffer gegen KinderarbeitzoomAuch Ex-Nationalspieler Olaf Thon unterstützte die Kindernothilfe-Aktion. Weltweit arbeiten rund 115 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen, etwa in Steinbrüchen, in Minen, auf Müllhalden oder in Fabriken. Diese Formen der Kinderarbeit müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden. Doch die Forderung, Kinderarbeit generell zu verbieten, greift beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Dienstleistungsbereich oft zu kurz: „Eltern müssen auch finanziell in der Lage sein, ihre Kinder zur Schule statt zur Arbeit zu schicken. Wenn angemessene Löhne bezahlt werden, sind die Familien für ihr Überleben nicht mehr auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen", so Jürgen Thiesbonenkamp. Die Kindernothilfe stärkt daher in den Ländern des Südens die Kinder und ihre Eltern. Wenn sie z.B. in neuen Anbaumethoden geschult werden und dürreresistentes Saatgut nutzen, dann sind die Familien nicht mehr auf die Mitarbeit der Kinder angewiesen. Stattdessen können sie endlich Schuluniformen und -bücher bezahlen.

Armut lässt sich nur überwinden, wenn Kinder und Jugendliche ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit und Lebensperspektiven wahrnehmen können. „Erfolg haben die Programme, die mit Kindern und Erwachsenen an ihrer Seite gemeinsam nach Lösungen suchen, um Ausbeutung zu verhindern und Bildung zu ermöglichen. So behalten wir die Vision im Blick, Kinderarbeit überall auf der Welt zu überwinden", sagt Jürgen Thiesbonenkamp.

Kontakt:
Christian Herrmanny, stellvertr. Pressesprecher
Tel.: +49 203/7789-242
mobil: +49 178/2329667


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