Meldungen 2012

Kindernothilfe zum Weltwassertag:
Nachhaltige Wasserprojekte mildern Dürrefolgen

(Duisburg, 20. März 2012) Täglich sterben 4.000 Kinder an verunreinigtem Trinkwasser und mangelnder Hygiene. „Die Situation ist untragbar", sagt Christoph Dehn, Kindernothilfe-Vorstand Programm- und Projektarbeit, anlässlich des internationalen Weltwassertages am 22. März 2012. Auch wenn fast 90 Prozent der Weltbevölkerung mittlerweile Zugang zu sauberem Wasser haben, ist die Versorgung in Afrika immer noch problematisch. „Gemeinsam mit den Familien können wir die dramatischen Folgen durch gezielte Maßnahmen zur nachhaltigen Wasserversorgung mildern", so Dehn.

Wasserkiosk in KituizoomWasserkiosk in Kitui. Foto: Silvia Beyer Die aktuellen Dürren am Horn von Afrika und in der Sahelzone zeigen einmal mehr, wie verheerend die Auswirkungen sind, wenn Menschen keinen Zugang zu Wasser haben. „Die Spätschäden von stark mangelernährten und dehydrierten Kindern sind deprimierend", so Dehn. „Deshalb investieren wir auch in Zukunft in nachhaltige Wasserprojekte, denn Wasser ist Leben."

Um die Versorgungslage der Menschen langfristig zu verbessern, setzt die Kindernothilfe in ihren Projekten in Ostafrika auf nachhaltiges Wassermanagement, den Bau von Brunnen und Wasserrückhaltebecken sowie intensive Schulungen: Erwachsene lernen etwa, wie sie Wasser-, Getreidespeicher und Dämme anlegen, effektiv landwirtschaftliche Flächen bestellen und einen Wasser-Kiosk betreiben. Mit Erfolg: Im kenianischen Kitui etwa konnten durch diese Maßnahmen über 14.000 Kinder und Erwachsene die schlimmste Dürrezeit im vergangenen Jahr überstehen. Bereits 2009 hatten die Dorfbewohner mit Unterstützung der Kindernothilfe einen Brunnen gebohrt und acht Zapfstellen installiert. Seitdem organisieren sie die Wasser-Kioske eigenständig.

Die Kindernothilfe setzt sich seit 53 Jahren für Not leidende Kinder in fast 30 Ländern Asiens, Afrikas, Europas und Lateinamerikas ein. Sie fördert mehr als 650.000 Kinder und ihre Familien mit nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe. Im Rahmen der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika hat sie bislang rund 200.000 Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia geholfen zu überleben, darunter mehr als 130.000 Kindern.

Kontakt:
Angelika Böhling,
Tel.: +49 203 7789-230
Angelika.Boehling@knh.de

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