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Aids-Konferenz in Toronto: Skulptur mahnt Pharma-Industrie

(Duisburg/ Berlin/ Toronto, 14. August) Eine Skulptur aus 10 000 Medikamentenschachteln mahnt auf der 16. Aids-Konferenz in Toronto die Vertreter der Pharmaindustrie, preisgünstige Aids-Medikamenten für Menschen in Entwicklungsländern und besonders für Kinder zu entwickeln. Die leeren Schachteln haben das Aktionsbündnis gegen Aids und die Kindernothilfe bei der Aktion „Pillen statt Profite" gesammelt. 280 000 Menschen unterschrieben auf den Pillenschachteln und unterstützen damit die Forderungen an die Pharmaindustrie.

Pillen statt ProfitezoomSkulptur aus Pillenschachteln vor der Gedächtniskirche in Berlin. Foto: Katja Korf Die Skulptur, die bei der Konferenz in Toronto steht., ist Teil einer noch größeren Installation des Künstlers Walbrot. Das Werk war am Freitag, 11. August, vor der Berliner Gedächtniskirche zu sehen. 60 je einen Kubikmeter große Kuben aus Pillenschachteln veranschaulichten die große Unterstützung, die die Forderungen des Aktionsbündnisses und der Kindernothilfe in der Bevölkerung haben. Die Schachteln wurden am Freitag an zwei Vertreter der Pharmaindustrie übergeben. (mehr)

AidswaisenfamiliezoomMädchen in einem Kindernothilfe-Projekt für Aidswaisen in Sambia. Foto: Christoph Engel Die Kindernothilfe widmet sich dem Thema HIV/ Aids auch mit ihrem Jahresthema „Bei Aids steht alles auf dem Spiel". Die zentrale Forderung: Die Pharmaindustrie muss kindgerechte Medikamente zur Behandlung der Immunschwäche-Krankheit entwickeln. Obwohl jedes sechste Opfer der Pandemie ein Kind ist, fehlen Präparate, die auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt sind. In rund 20 Projekten weltweit unterstützt die Kindernothilfe-Prävention, Behandlung und Betreuung infizierter und kranker Mädchen und Jungen.

Bei der Kindernothilfe gingen während der Aktion „Pillen statt Profite" allein 13 000 unterschriebene Schachteln ein. Ehrenamtliche Mitarbeiter vom Arbeitskreis Berlin halfen dabei, aus den Pappschachteln die Skulptur zu bauen.

 


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