(Duisburg/ Debre Markos, 17. Oktober) Der Deutsche Botschafter in Äthiopien, Dr. Claas Knoop, hat ein Projekt des Kindernothilfe-Partners FCE für benachteiligte Kinder und Frauen in Debre Markos besucht. Ziel des Projektes ist es, Familien, die in Armut leben, neue Lebensperspektiven zu eröffnen. Besonders gefördert werden Straßenkinder und alleinerziehende Mütter.

Dr. Claas Knoop besuchte eine Selbsthilfe-Gruupe. Foto: Albert Eiden
Besonders beeindruckt zeigte sich der Botschafter vom Selbsthilfegruppen-Ansatz des Projektes. „Diese Arbeit nimmt die Menschen ernst und schafft Hoffnung", sagte Knoop. Die Idee hinter dem Selbsthilfegruppen-Konzept: Die Menschen in einem Projekt schließen sich zusammen und bestimmen so den Verlauf der Förderung mit. So treffen sich in Debre Markos 920 alleinerziehende Mütter in kleinen Gruppen. Sie sparen gemeinsam Geld und vergeben reihum Kleinkredite an Mitglieder ihrer kleinen Gemeinschaft. Mit dem Geld können die Familien in Werkzeuge oder kleine Geschäfte investieren. So schaffen sie sich ein sicheres Einkommen und können selbst für ihre Kinder sorgen.
Dr. Knoop traf eine der Frauen. Sie hat nach drei Jahren in einer Selbsthilfegruppe 50 Euro angespart, ihre Kinder ernährt sie selbständig und ohne Hilfe.
Der Kindernothilfe-Partner FCE sorgt auch dafür, dass Straßenkinder eine handwerkliche Ausbildung erhalten und, wenn möglich, zu ihren Familien zurückkehren können. Von der Förderung der Kindernothilfe profitieren in Debre Markos rund 2400 Kinder und deren Familien. In den kommenden Jahren soll die gesamte Gemeinschaft so gestärkt werden, dass die Menschen ohne weitere Hilfe leben können.
Dr. Knoop kündigte zum Abschied einen weiteren Besuch im Dezember an, um weitere Eindrücke aus dem Projekt zu bekommen.
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