(Duisburg, 26. September 2007) Von den Überschwemmungen im Norden Ugandas sind derzeit weder Patenkinder noch Projekte der Kindernothilfe betroffen. Allerdings haben die Fluten in der Umgebung einiger Projekte Schäden verursacht. Derzeit plant die Kindernothilfe gemeinsam mit ihren Partnern weitere Hilfsmaßnahmen für die Region. Dabei wird der Schwerpunkt auf dem Wiederaufbau zerstörter Dörfer liegen. Außerdem wird es wichtig sein, die Familien dabei zu unterstützen, ihre zerstörten Gärten und Felder wieder zu bewirtschaften. Denn durch die Überschwemmungen haben viele Menschen ihre Lebensgrundlage verloren.

Flüchtlinge bei Lira, Norduganda. Foto: Reuters
Der Norden Ugandas leidet nach heftigen Regenfällen unter den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Nach UN-Angaben sind derzeit rund 200.000 Menschen obdachlos. Die Flut trifft die Region hart: Rund 1,7 Millionen Menschen haben jahrelang in Flüchtlingscamps gehaust, weil in der Region ein Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und den Rebellen der Lord Resistance Army (LRA) tobte. Dabei wurden auch rund 38.000 Kinder entführt und wurden von der LRA als Soldaten, Träger oder Dienstboten missbraucht. Nach einem Waffenstillstands-Abkommen waren viele Flüchtlinge gerade erst in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt. Dort haben die Fluten nun alles zerstört.
Die Kindernothilfe hat 30.000 Euro für die Opfer der Überschwemmungen in Uganda und im Sudan bereit. In der sudanesischen Region Raga versorgt die Kindernothilfe gemeinsam mit ihrem Partner Hoffnungszeichen die am schlimmsten betroffenen Familien mit Moskitonetzen, Lebensmitteln, Kochgeschirr und Hygieneartikeln. Die Hilfe erreicht 250 Familien, darunter etwa 1000 Kinder.
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