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G8-Gipfel: „Nicht nur Billionen für die Banken"
Norbert Blüm trifft Kinderarbeiter in Peru


Dr. Norbert Blüm besucht Kinder im Steinbruch von La CanganazoomDr. Norbert Blüm mit Kinderarebitern in einem peruanischen Steinbruch. Foto: Roller (Duisburg/Lima, Peru 8. Juli 2009) Anlässlich des G8-Treffens im italienischen L'Aquila fordert Ex-Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm die großen internationalen Geber auf, zu ihren Verpflichtungen in der Armutsbekämpfung zu stehen. „Wir brauchen jetzt nicht nur Billionen für die Banken, sondern auch viel Geld und die richtigen Maßnahmen für die Ärmsten der Armen." Der Stiftungsratsvorsitzende der Kindernothilfe war in den vergangenen Tagen mit Menschen in extremer Armut in Peru zusammengetroffen.

„Hier läuft Entwicklung völlig falsch. Kinder müssen für fünf Cent in der Stunde Steine klopfen, damit sie ihr Schulgeld bezahlen können. Diese Kinder zerstören ihre Gesundheit." Dabei ist Peru eines der Länder Lateinamerikas, das vom weltweiten Handel profitieren konnte. Riesige Goldminen, die Umwandlung von Urwaldflächen in Plantagen und die Förderung von Erdöl verschafften dem Andenstaat 2007 ein Wirtschaftswachstum von neun Prozent, 2008 von sieben Prozent.

„Das Wachstum geht hier völlig an den Ärmsten vorbei, Investitionen in Schule und Ausbildung kommen zu kurz", so Blüm kurz vor seiner Rückkehr nach Deutschland. Wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten etwa für Brot und öffentliche Verkehrsmittel soll es in den kommenden Tagen zu landesweiten Streiks und Kundgebungen in Peru kommen.

Blüm besuchte zehn Tage lang von der Kindernothilfe unterstützte Projekte in Peru, unter anderem gegen ausbeuterische Kinderarbeit.

Kontakt:
Sascha Decker, Pressesprecher
Telefon: 0163.234 43 54


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