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Meldungen 2009

Brasilien: Tausende vom Wasser eingeschlossen

Überschwemmungen im Nordosten Brasilien juni 2009zoomDorf in den Fluten. Foto: Kindernothilfe-Partner (Duisburg, 9. Juni 2009) Der Nordosten Brasiliens leidet unter der schwersten Naturkatastrophe seit 50 Jahren . Bei verheerenden Überschwemmungen starben bislang mindestens 57 Menschen, Rettungskräfte evakuierten 300.000 Personen, die nun in Notunterkünften leben. Die Kindernothilfe leistet Soforthilfe für 3000 Familien und bittet dringend um Spenden.

In den Provinzen São Luis, Itapecurú, Codó und Esperantina der Bundesstaaten Piauí und Maranhão versorgt der brasilianische Kindernothilfe-Partner EQUIP je 500 Familien mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamente. Die Helfer verteilen außerdem Windeln und Hygienematerial, Matratzen und Schulmaterial. Bei einem zweiten Projekt, das sich auf das überschwemmte Hinterland des Bundesstaates Rio Grande do Norte konzentriert, kooperiert Kindernothilfe mit der regionalen Caritas-Organisation. Hier hat sich die Situation während der zurückliegenden Tage zusätzlich dadurch zugespitzt, dass mehrere Staudämme unter dem Druck der Wassermassen zu bersten drohen. Cáritas Natal hilft 1000 Familien mit kleinen Kindern, die in Notunterkünften betreut werden.

Heftige Regenfälle seit April
Die betroffene Region leidet bereits seit April unter heftigen Regenfällen. Viele Gemeinden sind nicht zu erreichen, weil die Hauptverbindungsstraßen überflutet sind. Das Wasser ist durch den angeschwemmten Müll und Tierkadaver extrem verschmutzt. Es drohen Infektionskrankheiten und die Seuchengefahr nimmt täglich zu. Die betroffenen Bundesstaaten gehören zu den ärmsten des Landes. Tausende von Kleinbauernfamilien haben durch die Flutkatastrophe ihre Existenz verloren.

Folgen des Klimawandels
Auch im vergangenen Jahr war es zwischen April und Juli im brasilianischen Norden und Nordosten - eigentlich einer der trockensten Regionen der Erde - zu verheerenden Überschwemmungen und großen Zerstörungen gekommen. Klimaforscher machen die Rodung großflächiger Regenwaldgebiete im nördlich und nordwestlich der Katastrophenregionen gelegenen Amazonasbecken mitverantwortlich für das Leid, das nun bereits zum zweiten Mal hintereinander über die Menschen im brasilianischen Armenhaus gekommen ist.

Die Menschen im Norden Brasiliens benötigen dringend weiter Unterstützung. Die Kindernothilfe bittet um Spenden - herzlichen Dank!

 

Online spenden Spendenkonto 45 45 40
BLZ: 350 601 90
Bank: KD-Bank eG
Stichwort: Z57347, Überschwemmung Brasilien

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
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