Starke Kinder durch SHGs in Äthiopien

Selbsthilfegruppen stärken Kinder in Äthiopien

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Projekt: Selbsthilfegruppen in Äthiopien
Projekt-Nr.: 60831
geförderte Kinder: 309.183
Projektanteile gesamt: 654

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Obwohl die äthiopische Verfassung Frauen nahezu dieselben Rechte einräumt wie Männern, haben Frauen in der äthiopischen Realität mit großen Benachteiligungen und Verletzungen ihrer Rechte zu kämpfen: Mädchen können seltener zur Schule gehen, sie müssen im Haushalt helfen und werden häufig Opfer von Gewalt. Es wird von ihnen erwartet, sich nicht öffentlich zu äußern und sich den Männern unter zu ordnen. Kindernothilfe setzt sich dafür ein, die Situation der Frauen und Mädchen grundlegend zu verbessern und ihre Rechte zu stärken - ganz im Sinne des Prinzips „Hilfe zur Selbsthilfe". (Projekt 60831)

In Äthiopien leiden viele Frauen unter Benachteiligung und der Verletzung ihrer Rechte: Mädchen können seltener zur Schule gehen, weil sie zu Hause helfen müssen. Deshalb sind Frauen viel häufiger Analphabeten als Männer. Frauen müssen über weite Entfernungen Wasser und Feuerholz für die ganze Familie heranschleppen, sie müssen die Hausarbeit leisten und können kein eigenes Einkommen erwirtschaften. Sie werden häufig Opfer schädlicher traditioneller Praktiken wie weiblicher Genitalverstümmelung, Frühverheiratung, Zwangsentführung und Vergewaltigung. Es wird von ihnen erwartet, sich nicht öffentlich zu äußern und sich den Männern unter zu ordnen.

Frauen stärken durch Selbsthilfegruppen
Kindernothilfe macht sich dafür stark, die Situation der Frauen und Mädchen grundlegend zu verbessern und ihre Rechte zu stärken. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" steht hierbei an erster Stelle. Denn nur wenn die Frauen dazu befähigt werden, sich selbst für ihre Belange einzusetzen, dann können die Frauen langfristig etwas bewegen und ihre Situation zum Positiven verändern.

Gemeinsam sind wir stark! Selbsthilfegruppen in Äthiopien. Foto: Dietmar BooszoomGemeinsam sind wir stark! Selbsthilfegruppen in Äthiopien. Foto: Dietmar Boos In den Selbsthilfegruppen treffen sich die Frauen wöchentlich zum Reden, tauschen sich über ihre Probleme aus und stehen sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite. Eine Selbsthilfegruppe besteht aus rund 15 Mitgliedern. Die Gruppe hilft ihren Mitgliedern aus ihrer Einsamkeit und häufig auch gesellschaftlicher Isolation. In der Gemeinschaft erfahren sie Solidarität und Stärkung. Wenn z. B. ein Gruppenmitglied krank wird, helfen die anderen bei der anstehenden Hausarbeit und stellen in Notfällen etwas Geld zur Verfügung. Die Frauen haben durch die stabilen Kontakte und regelmäßigen Treffen in den Gruppen an Selbstvertrauen und Mut zur aktiven Veränderung ihrer Lebensumstände gewonnen.

Wirtschaftliche Unabhängigkeit
Neben der sozialen Entwicklung ist die wirtschaftliche Stärkung der Menschen in den SHG ein wichtiger Aspekt. Denn die Mitglieder sollen in die Lage versetzt werden, selbst für ihre Familien und vor allem die Kinder sorgen zu können. Gemeinsam sparen die Frauen Geld und entwickeln Ideen, wie sie sich dauerhaft ein eigenes Einkommen schaffen können. Schon bald ist es ihnen möglich sich gegenseitig aus dem gemeinsamen Spartopf Kredite zu vergeben, die Ideen umzusetzen und auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei kann mit einer relativ kleinen Kreditsumme Großes bewirkt werden.

Die Kinder profitieren direkt. Foto: Bastian StrauchzoomDie Kinder profitieren direkt. Foto: Bastian Strauch Soziale und politische Stärkung der Frauen 
Darüber hinaus werden in den Gruppen wichtige Themen diskutiert: Beachtung von Kinderrechten, Ansteckungsgefahren und Schutz vor HIV/Aids und weibliche Genitalverstümmelung. Einige der Gruppen haben sich bereits schon erfolgreich gegen weibliche Genitalverstümmelung zur Wehr gesetzt. Dies ist als ein großer Erfolg zu werten, da die Frauen sich damit gegen eine kulturell verankerte Tradition und oft gegen die ganze Dorfgemeinschaft stellen müssen.

Durch den Zusammenschluss zu überregionalen Gruppen und Dachverbänden, werden die Frauen stark genug, um auch auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen. So verbessert sich zum Beispiel die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur einer ganzen Region. Das heißt, es werden z.B. kommunale Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitsstationen errichtet oder zumindest besser ausgestattet. So profitieren vor allem die Kinder der Frauen von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Mutter.

Wie funktionieren Selbsthilfegruppen?  
Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit und den Aufbau einer Selbsthilfegruppe. Wie organisieren sich die Frauen? Hier finden Sie weitere Informationen zu der Arbeit der Selbsthilfegruppen in Äthiopien.

Ausblick
Das Projekt setzt auf die Selbsthilfekräfte der Frauen. Mit geringsten Mitteln lernen die Frauen, selbständig gemeinsam etwas anzusparen und aus dem selbst Ersparten etwas zu machen. Diese Form der Unterstützung, die in erster Linie das Potenzial der Frauen weckt, das bereits in ihnen steckt, ist nachhaltig, weil die Gruppen auch weiter existieren, wenn die externe Förderung endet.

Werden Sie Projektpate und helfen Sie, durch kleine Projekte das Leben vieler Kinder in Äthiopien zu verbessern.

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BLZ: 350 601 90
Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank
Stichwort: Z57419, SHG Äthiopien

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