Dürre am Horn von Afrika

Menschen am Horn von Afrika brauchen weiter Hilfe

(Dusiburg, 30. Dezember) Die Menschen am Horn von Afrika brauchen weiter Unterstützung, um die Hungersnot zu überstehen. „Wir danken unseren Spenderinnen und Spender, dass wir bislang schon viel bewirken konnten", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. Nach UN-Angaben sind bis Mitte 2012 immer noch eine Viertel Million Menschen vom Hungertod bedroht. In den vergangenen Wochen gab es in allen drei Ländern heftige Niederschläge. Die Situation der Menschen entspannt sich dadurch jedoch nicht. Der Anstieg des Wassers führt zu Überflutungen und verunreinigtes Trinkwasser birgt neue Gefahren. „Akute Katastrophenhilfe und langfristige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gehören für uns zusammen, wie jetzt am Horn von Afrika", so Thiesbonenkamp.

Kinderzentrum SomaliazoomAcht Kinderzentren hat die Kindernothilfe mittlerweile mit ihrem lokalen Partner in Mogadischu eingerichtet. Foto: Augustin Die Kindernothilfe hat bisher rund 200.000 Kinder und Erwachsene am Horn von Afrika mit Nahrung, Wasser, Zelten und medizinischer Hilfe versorgen können. In Äthiopien etwa finanziert die Hilfsorganisation weiterhin Zusatznahrung für rund 8.400 Kinder. In Somalia konnte die Kindernothilfe trotz der schwierigen politischen Bedingungen über eine lokale Partnerorganisation die Hilfsmaßnahmen ausweiten und die Anzahl der Kinderschutzzentren in Mogadischu auf acht erhöhen.

Mit langfristig angelegten Projekten und Maßnahmen sichert die Kindernothilfe die Lebensgrundlage vieler Menschen in der Krisenregion. In Kenia etwa baut das Hilfswerk gemeinsam mit Selbsthilfegruppen fünf sogenannte Getreidebanken: Selbsthilfegruppen kaufen dazu von umliegenden Bauern in großen Mengen Getreide ein. Sie lagern und verkaufen es zu niedrigen Festpreisen an die lokale Bevölkerung. Außerdem erhalten Kleinbauern Saatgut, und gemeinsam werden Wasserleitungen ausgebaut.


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