Malawi

Malawi: Mit frühkindlicher Bildung
gegen Armut, Hunger und Aids

Wer in Malawi zur Welt kommt, hat ein Leben in bitterster Armut vor sich: 85 Prozent der Menschen leben von der Hand in den Mund, existieren einzig von den kargen Erträgen ihrer Äcker. Sie schuften täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, doch unangepasste Anbaumethoden, fehlende technische Hilfsmittel und Dürren führen zu anhaltender Lebensmittelknappheit. Reich ist das kleine Land im zentralen Afrika nur an Kindern. Die Hälfte aller Malawier ist unter 15 Jahren. Kaum eines von ihnen hat aber die Chance, dem fatalen Kreislauf von Armut, Hunger, Missbrauch und tödlichen Krankheiten zu entfliehen. Am schwersten haben es Aids-Waisen: Kinder, die ihre Eltern durch die tödliche Epidemie verloren haben, sich oft selbst ernähren müssen und großer Diskriminierung ausgesetzt sind.

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Im Rahmen der Weihnachtsspenden-Kooperation mit der WAZ-Gruppe können Sie Kindern in Malawi langfristig zu einem besseren Leben verhelfen und somit auch dem ganzen Land Hoffnung auf eine bessere Zukunft schenken. In 30 abgelegenen Dörfern des Bezirks Ntchisi fördert die Kindernothilfe ein Projekt des lokalen Partners World Relief Malawi, das die dringendsten Probleme nachhaltig anpackt: Bildung, Ernährung und Gesundheit. Aids-Waisen erhalten besondere Unterstützung.

Reich ist das Land nur an Kindern

In den Dörfern wird jeweils ein Kindergarten eingerichtet, der den Mädchen und Jungen ein seltenes, aber entscheidendes Gut bietet: frühkindliche Bildung. „Es dringend notwendig, den Kindern schon sehr früh Bildung und den Wert von Bildung zu vermitteln", betont Anderson Kamwendo, Kindernothilfe-Vertreter in Malawi. „Nur so kann sich überlebenswichtiges Wissen, etwa über Gesundheit und Ernährung, verwurzeln und verbreiten - momentan können 40 Prozent der Bevölkerung nicht lesen und schreiben." Wenn die Kinder in Malawi die Grundschule abbrechen, ist ein Leben in Armut vorgezeichnet. „Dann arbeiten auch sie, manchmal schon ab sieben Jahren, tagein, tagaus", so Kamwendo, „und ihre Träume von einem besseren Leben für sich, ihre Familie und das Land sind schnell vergessen."

WAZ Weihnachtsreise 2010 Kooperation KNH - WAZ in MalawizoomFoto: Studnar Damit die Dorfgemeinschaften die Kindergärten später ohne fremde Hilfe betrieben können, wird mit ihnen eine Ferkelzucht aufgebaut. Mit den Erträgen kann die Anschaffung des notwendigen Unterrichts- und Spielmaterial dauerhaft gewährleistet werden.      

Aber nicht nur mit Kindergärten unterstützt die Kindernothilfe Mädchen und Jungen in Malawi. So bekommen etwa Familien, die von HIV/Aids betroffen sind, psychosoziale Betreuung und häusliche Pflege. Viele weitere Maßnahmen zielen darauf ab, die gesamten Dorfgemeinschaften zu unterstützen, damit sie sich und ihre Kinder wirtschaftlich stärken können und wirksame Antworten auf die HIV/Aids-Epidemie finden.

Hubert Wolf von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung ist durch die malawische Provinz Ntchisi gereist und stellt die Menschen und das Projekt vor.

Auftakt der Reportage-Reihe: „Die Generation der Aids-Waisen"

"Die Zukunft fängt in Malawi ganz klein an"

"Ein Schwein als Starthilfe ins neue Leben"

"Der Kampf der Kinder"




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